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Initiative Kiefergesundheit rät zu

Bei aller Aufmerksamkeit für gesunde Körperhaltung bei Kindern: Das Thema ’natürlicher Mundschluss‘ bleibt meist außen vor. Ein ständig offener Mund ist aber keineswegs „typisch Kind“, sondern ein Fehlverhalten, das Folgen haben kann. Aus Anlass des Tages der Zahngesundheit (25. September) empfiehlt die Initiative Kiefergesundheit eindringlich, verstärkt auf unnötig offengehaltene Kindermünder zu achten. Die Kinder sollten mit einem freundlichen „Mund zu“ daran erinnert werden, dass der Mund normalerweise geschlossen bleiben soll. Was früher als „gute Erziehung“ galt, hat auch zahngesundheitlich große Bedeutung: Der Mund ist von Natur aus ein Feucht-Biotop und kann nur dann ordnungsgemäß arbeiten, wenn er nicht austrocknet, wie dies bei offen gehaltenen Mündern der Fall ist. Ein ausgetrockneter Mund fördert das Entstehen von Karies und Zahnfleischentzündungen und ein offener Mund Atemwegserkrankungen. Üblicherweise liegt bei offenem Mund die Zunge auch nicht entspannt am Oberkiefer, den sie dabei formt, sondern hinter den Zähnen im Unterkiefer, der durch den Zungendruck unerwünscht vergrößert wird. Die Folge: Verschiebungen im Kieferwachstum, die später in der Regel mit einer „Spange“ korrigiert werden müssen. Die Kinder leiden optisch unter einer „schlappen Lippe“, medizinisch unter einer ungesunden Gesichtsverformung, und der Gesichtsausdruck verändert sich ungünstig.

Zumeist ist es eine Angewohnheit, wenn Kinder Lippe und Unterkiefer schlaff hängen lassen. Dann kann man dies durch liebevolles, aber konsequentes Erinnern korrigieren. Für die Kinder ist dies eine große Hilfe. Eine möglicherweise gestörte Nasenatmung kann mit einem einfachen spielerischen Test geprüft werden: Kann das Kind einen großen Schluck Wasser sehr lange im Mund festhalten, spricht dies dafür, dass die Nasenatmung an sich funktioniert und das Kind sie nur verlernt hat. Sie sollte, aus Infektionsschutzgründen, dann regelrecht trainiert werden. Kann das Kind den Wasserschluck nicht festhalten, sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden.

P2news

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