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IN FORM – damit Deutschland gesund bleibt

Zu viele Menschen sind zu dick und bewegen sich zu wenig. Manche werden dadurch sogar krank. Die Bundesregierung tut etwas dagegen – mit einem Nationalen Aktionsplan. Zwischen 2008 und 2010 sind dafür jährlich fünf Millionen Euro vorgesehen

In Deutschland sind zwei Drittel aller Männer und die Hälfte aller Frauen übergewichtig. Fehlernährung und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, die Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rücken- und Gelenkbeschwerden sowie Fettsucht bewirken.

„IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ ist die erste nationale Gesamtstrategie für ein gesundes Leben. Entwickelt haben den Plan das Bundesernährungsministerium und das Bundesgesundheitsministerium. Im Mittelpunkt steht die Prävention.

Es gehe darum, den Lebensstil der Menschen zu verändern. Ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung spielten dabei eine große Rolle, sagte Bundesernährungsminister Horst Seehofer heute in Berlin.

Geplant ist, den Menschen Hilfestellung zu geben und sie nicht zu bevormunden. Dabei müssten die Bürgerinnen und Bürger aber mehr Verantwortung für sich übernehmen, ergänzte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Hier sei ein langer Atem gefragt. Denn Verhaltensänderungen bei Essensgewohnheiten könne man nicht von oben herab anordnen.

Auch die Bundesländer und die Kommunen werden sich aktiv an der Strategie beteiligen. Geld allein reiche hier nicht aus. Bis 2020 solle die heutigie Situation komplett umgekehrt sein, so Seehofer und Schmidt.

Gesunde Ernährung setzt Informationen voraus

Eine Aufklärungskampagne gibt Antworten auf Fragen rund um Ernährung und Bewegung. Zum Beispiel: Wie kann ich mich gesund ernähren? Welche Angebote für mehr Bewegung gibt es?

Der Aktionsplan will zudem erreichen, dass die Lehrpläne der Schulen und der Weiterbildung Inhalte zur gesunden Lebensweise enthalten.

Ebenso sollen Beschäftigte in Unternehmen zu einer gesünderen Lebensweise motiviert werden.

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Geplant ist, an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung auf eine gesunde Lebensweise auszurichten. Werbung sollte Kinder nicht dazu verleiten, Lebensmittel mit hohem Zucker- oder Fettanteil zu essen.

Die Bundesregierung wird auf die Süßwarenindustrie einwirken, damit diese freiwillig auf Werbung für Kinder unter zwölf Jahren verzichtet. Darüber hinaus soll die Computerindustrie angeregt werden, Spiele auf den Markt zu bringen, die zu mehr Bewegung anregen.

Ausgewogene Verpflegung außer Haus

Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir außer Haus: Kinder in Tagesstätten und Schulen, Erwachsene bei der Arbeit. Deshalb fordert die Bundesregierung, Qualitätsstandards für Kantinen in Schulen, Kindertagesstätten und Arbeitsstätten zu erarbeiten.

Außerdem wird ein Pilotprojekt starten, das den Verzehr von Obst in Schulen bewirbt. Auch Milch soll in der Schule wieder mehr getrunken werden.

P2News

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