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In Deutschland wächst die Ungleichheit

Die Statistik lässt aufhorchen: Nach Angaben der Organisation der führenden Industriestaaten OECD ist die Armut in Deutschland in den vergangenen Jahren so rasant gestiegen wie in keiner anderen entwickelten Region der Welt. Die soziale Schere geht also immer weiter auseinander. Bei der Frage nach den Ursachen trägt auch die Bundesregierung eine große Mitverantwortung. Besonders hart sind Kinder und Alleinerziehende betroffen. Dabei gehört der Nachwuchs zum größten Kapital dieses Landes. Dass arme Kinder auch bei den Bildungschancen benachteiligt sind, war bereits an zahlreichen Untersuchungen abzulesen. Mit einem Schulstarterpaket, wie es der Bildungsgipfel heute in Dresden preisen wird, ist es da wohl nicht getan. Die frühkindliche Erziehung fängt schon bei der Sprachausbildung an. Damit auch Schüler aus ärmeren Schichten einen soliden Bildungsabschluss erhalten, muss das Bildungssystem deutlich durchlässiger werden. Wer nicht über einen ordentlichen Abschluss verfügt, hat auch im Berufsleben schlechte Karten. Spätestens hier wird die Entwicklung zum Teufelskreis. Erwerbslosigkeit potenziert das Armutsrisiko. Auch das belegt eine neue Statistik. Demnach schnappt die Armutsfalle am häufigsten bei Arbeitslosen zu. Und es ist zu befürchten, dass der konjunkturelle Abschwung die Probleme weiter verschärft. Wer etwa in der ohnehin geringer bezahlten Leiharbeitsbranche beschäftigt ist, muss wegen der schlechteren Auftragslage zuerst mit seiner Entlassung rechnen. Ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Armutsbekämpfung ist die Bundesregierung bis heute schuldig geblieben. Dabei machen es Länder wie Dänemark oder Schweden vor. Dort leben anteilig nur halb so viele Menschen in Armut wie in Deutschland.

Lausitzer Rundschau, P2news

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