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In der Krise schlagen Langfinger häufiger zu

Für manche ist Ladendiebstahl ein Kavaliersdelikt, dem Einzelhandel bringt er jedes Jahr Milliardenverluste. Von Juli 2008 bis Juni 2009 zahlte der deutsche Einzelhandel rund 5,2 Mrd. Euro für Warenschwund. Dies entspricht 1,17 % des Handelsumsatzes in Deutschland (+3,5 % zum Vorjahr) – der höchste Wert seit 2002.

Weltweit kostete Warenschwund den Einzelhandel rund 84,165 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 1,43 % (+5,9 % zum Vorjahr), so das 3. Globale Diebstahlbarometer, einer von Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems (Heppenheim) unterstützten Studie zu den Kosten und Ursachen von Warenschwund und Kriminalität im weltweiten Einzelhandel. „Ein Drittel des Anstiegs beim Ladendiebstahl führen die befragten Einzelhändler auf die wirtschaftliche Situation zurück“, erklärt Prof. Joshua Bamfield, Direktor des Centre for Retail Research (Nottigham) und Studienautor. Auf das Konto von Kunden gehen 53,6 % (2,8 Mrd. Euro) der Verluste, 25,7 % (1,3 Mrd. Euro) verschwinden durch unehrliche Mitarbeiter. Den Rest verschulden Lieferanten (5,4 %; 0,3 Mrd. Euro) sowie interne Fehler (15,3 %, 0,8 Mrd. Euro). Kriminalität belastete den deutschen Einzelhandel damit insgesamt mit rund 5,6 Mrd. Euro. Darin enthalten sind auch sicherheitsbezogene Kosten in Höhe von knapp 1,2 Mrd. Euro. Diese fielen in 2009 um rund 10 % auf 0,26 % des Umsatzes.

Klaurenner sind vor allem kleine, teure Markenartikel wie elektronische Spiele und DVDs, Mobiltelefone, Kosmetik und Parfum, Rasierklingen, Spirituosen, Frischfleisch und Feinkost, Bekleidung und Uhren. 3,1 Mio. Diebe konnte der Einzelhandel in Europa auf frischer Tat fassen. Während das Diebesgut bei Kunden einen Wert von durchschnittlich 94 Euro aufwies, schlug der Schaden durch unehrliche Mitarbeiter mit 1.858 Euro fast 20 Mal so hoch zu Buche.

Im Kampf gegen Ladendiebstahl setzt der Einzelhandel am häufigsten auf Systeme zur elektronischen Artikelsicherung. „Knapp ein Drittel der 50 am häufigsten gestohlenen Produktgruppen erfahren jedoch keinen besonderen Schutz. Hier bietet sich dem Einzelhandel ein großes Potenzial, seine geringen Margen weiter zu schützen“, so Dirk Endlich, Deutschland-Chef von Checkpoint Systems.

P2News/Checkpoint Systems GmbH

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