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Im Irak ging es nur um Öl

Ehemaliger Stabschef von Colin Powell: „Im Irak ging es nur um Öl!“ Lawrence Wilkerson benennt im „ttt“-Interview Dick Cheney als Verursacher des Irak-Krieges

„Dem Vizepräsidenten ging es nicht um die Verfolgung von al-Qaida. Das strategische Interesse des Vizepräsidenten in diesem Krieg war Öl. Wichtiger als die Quelle „Curveball“ war der Vizepräsident.“ Der ehemalige Stabschef von Colin Powell ist der erste konservative Insider, der bestätigt, was die Opposition in den USA und viele Kritiker der Bush-Administration weltweit bisher nur vermuten konnten. Anlass für seine Äußerung war ein Interview mit dem ARD-Kulturmagazin „ttt“ zur Geschichte um die BND-Quelle „Curveball“. 1999 meldete sich ein Rafid Ahmed A., der sich als Chemieingenieur einer Biowaffenfabrik in Djerf al Nadaf bei Bagdad ausgab beim BND. Der Mann machte detaillierte Aussagen über Chemiewaffenfabriken und rollende Giftgaslabors. Leider war er ein Phantast. Dennoch: Seine Aussage wurde unter dem Tarnnamen „Curveball“ an die CIA übermittelt. So kam es, dass der US-amerikanische Außenminister Colin Powell am 5. Februar 2003 vor der UNO mit „Curveballs“ Kopfgeburten den Einmarsch in den Irak rechtfertigte. Für sein Buch „Curveball – Spies, Lies and the con man who caused the war“ hat der US-Publizist Bob Drogin jahrelang recherchiert und die Geschichte des Irakischen Münchhausen rekonstruiert. „ttt“ stellt das Buch von Bob Drogin vor und befragt dazu außer Lawrence Wilkerson auch den Publizisten Heribert Prantl.

MDR / Redaktion Kulturmagazine

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