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ICH-Kunst, DU-Kunst, WIR-Kunst

Kunst ist… – das Leben selbst! Diesem Prinzip folgen die provokanten “Denk-Objekte” von Joseph Beuys und Timm Ulrichs. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Schaffen und Wirken dieser beiden charismatischen Persönlichkeiten der deutschen Gegenwartskunst zeigt das Kunstmuseum Celle ab dem 15. November 2007 in der neuen Sonderausstellung “Beuys | Ulrichs. ICH-Kunst, DU-Kunst, WIR-Kunst”.

Beuys und Ulrichs erschienen Anfang der 60er Jahre fast gleichzeitig auf der nationalen Kunstbühne. Dennoch verkörpern sie, auch aufgrund von fast 20 Jahren Altersunterschied, zwei grundlegend unterschiedliche Künstlergenerationen: Beuys entschied sich nach traumatischen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg mit dem Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf für den klassischen Ausbildungsweg. Ulrichs dagegen stürzte sich während seines Architekturstudiums in Hannover als anarchischer Querdenker und Autodidakt auf die Kunst. Was beide verbindet, ist ein revolutionärer
Geist: Die traditionellen Grenzen von Kunst zu sprengen und sie nach eigenen Regeln neu zu definieren, das war ihre entscheidende künstlerische Motivation.

Die Spannungen zwischen diesen beiden Positionen faszinieren Robert Simon, künstlerischer Leiter des Kunstmuseum Celle, seit Beginn seiner Sammlertätigkeit. Jetzt nimmt er sie zum Anlass, diesen
zentralen Schwerpunkt der über 30 Jahre gewachsenen Privatsammlung gemeinsam mit dem Hannoverschen Kunsthistoriker und Kurator Michael Wolfson neu zu sichten. Die Auswahl der Werke – Multiples und Unikate – zeigt, wie Beuys und Ulrichs alltägliche Objekte in neue Kontexte
einbinden und so überraschende, mehrdeutige oder widersprüchliche Dimensionen sichtbar machen.

Die Ausstellung wird am 15. November 2007, um 19.00 Uhr, eröffnet und läuft bis zum 30. März 2008. Begleitend erscheint ein Katalog, mit dem die Buchreihe zur Dokumentation der ammlungsschwerpunkte fortgesetzt wird.

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