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Hubers Fall

Der fällige Rücktritt des bayerischen Finanzministers Huber verweist auf mehr als das Scheitern eines Politikers ohne Fortüne. Hubers Demission wegen politischer Verantwortung, die einem demokratischen Reinheitsgebot entspricht und nicht identisch sein muss mit persönlicher Schuld, belegt, was in diesen Tagen, in denen alle Banker am Pranger stehen, offenkundig ist: Wenn Politik sich mit Wirtschaft, hier: mit bayerischer Kreditwirtschaft verschwistert, können auch schlimme Unfälle passieren. Der Staat löscht jetzt zwar manches Feuer, einige Brände hat er aber mit gelegt. Politiker tun sich in diesen Tagen sehr dicke und nutzen die große Krise für selbstgefällige Auftritte, die sie an frivolen Bankhaus-Akrobaten früher zu Recht kritisiert haben. Maß und Mitte ist das Gebot der Stunde auf Seiten der Wirtschaft und der Politik. Dass das erste politische Opfer des Finanzdesasters ein CSU-Spitzenmann ist, beleuchtet grell die neuen bayerischen Verhältnisse. Im Freistaat läuft vieles nicht mehr rund. Die CSU wird sich noch einmal glücklich schätzen, in Horst Seehofer einen neuen starken Mann für Partei und Staatskanzlei zu haben, der aus politisch-geographischen Gründen den Münchner Sümpfen fern war.

Rheinische Post, P2news

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