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Hoffnung für Suchtfamilien

Verwandte von Suchtkranken fühlen sich oft hilflos und im Stich gelassen. Sie suchen Wege, den betroffenen Familienmitgliedern zu helfen und leiden enorm unter der schwierigen Situation. Das neue erfolgreiche Beratungskonzept Craft aus den USA hilft Angehörigen, die Kranken zu einer Therapie zu bewegen und damit ihre eigene Situation zu verbessern. Der Psychologe und Suchtforscher Gallus Bischof von der Universitätsklinik Lübeck erprobt die Methode derzeit wissenschaftlich in Deutschland und stellt sie in der aktuellen Ausgabe von stern GESUND LEBEN vor. Bisher empfahlen Experten Angehörigen, sich lediglich von den Suchtkranken abzugrenzen. Craft, das „Community Reinforcement and Family Training“ – zu deutsch etwa „Stärkung des Umfeldes und Familientraining“ -, baut darüberhinaus darauf, die Abhängigen durch positive Anreize zu einer Behandlung zu motivieren. In zwölf wöchentlichen Einzelsitzungen mit einem Psychologen lernen die Familienmitglieder, in kritischen Situationen richtig zu reagieren. „Es geht darum, Verständnis zu zeigen und Vorwürfe zu vermeiden, aber zugleich eigene Gefühle und Wünsche deutlich zu machen“, sagt Bischof. Er unterstreicht jedoch, dass die Verantwortung für Ausstieg oder Weitertrinken auch weiterhin nur beim Süchtigen selbst liege. In den USA sei Craft in mehr als 64 Prozent der Fälle erfolgreich gewesen. Für Deutschland rechnet Bischof im kommenden Jahr mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen. Obwohl Craft auch auf Glücksspiel und illegale Drogen anwendbar ist, begleiten die Lübecker Forscher zunächst nur Angehörige von Alkoholikern.

stern, P2news

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