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Hochspannung im Strommarkt

Gut zehn Jahre nach der Liberalisierung des Strommarktes werden mit dem Verkauf des Eon-Höchstspannungsnetzes die Strukturen für besseren Wettbewerb geschaffen: Erstmals trennt sich ein Branchenriese von Teilen seines Netzes und kann Konkurrenten nicht mehr den Zugang zu den Leitungen erschweren. Verbraucher sollten jedoch nicht erwarten, dass nun die Strompreise purzeln. Schließlich müssen Milliarden in die Netze investiert werden. Das schlägt sich auf die Preise nieder. Zudem wollen RWE und EnBW ihre Leitungen nicht verkaufen. Das ist aber die Voraussetzung für eine „Deutsche Netz AG“, die alle Netze bündelt. Allerdings hat die EU Eon mit einer angedrohten Kartellstrafe zum Verkauf bewogen. Auch für RWE und EnBW könnte der Druck steigen. Am besten wäre jedoch, Bau und Betrieb der Stromnetze europaweit abzustimmen. Dann könnten etwa die Probleme behoben werden, die 2006 zum grenzüberschreitenden Stromausfall führten. Wenn dann noch die Strompreise durch mehr europaweiten Wettbewerb fallen, wäre dies eine schöne Begleiterscheinung.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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