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Helmut Schmidt: Ich bin kein öffentliches Vorbild

Der ehemalige Bundeskanzler und ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt wehrt sich dagegen, ein “öffentliches Vorbild” zu sein. “Politiker sollen auf ihrem Felde Vorbild sein, aber nicht auf sämtlichen Feldern menschlichen Lebens. Das ist zu viel verlangt”, sagt er dem ZEITmagazin LEBEN.

Zur Raucher-Debatte um seine Person sagt Schmidt, dass er nicht gegen das Gesetz verstoßen wolle, das “war auch neulich im Winterhuder Fährhaus nicht meine Absicht”. Schmidt weiter: “Die Theaterleitung hatte mir ein Tischchen vor den Stuhl gestellt mit einem Aschenbecher und einer Tasse Kaffee. Natürlich habe ich davon Gebrauch gemacht, meine Frau auch, wir haben uns überhaupt nichts dabei gedacht. Und daraus haben andere einen bewussten Verstoß gegen das Gesetz gemacht.”

Schmidt will sich das Rauchen zwar nicht verbieten lassen, aber “dem Gesetz muss man gehorchen. Immerhin haben es die Parlamente beschlossen”.

Auf Menthol sei er gekommen, als in den sechziger Jahren die Zeit des Zechensterbens an der Ruhr war. Er sei “viele Male in Schächte eingefahren. Damals habe ich von den Bergleuten gelernt, Schnupftabak zu nehmen, denn da unten durfte man wegen der Explosionsgefahr nicht rauchen. Das habe ich von denen übernommen, weil man im Bundestag auch nicht rauchen durfte. Und der Schnupftabak war mit Menthol parfümiert”.

Presseschau: Die Zeit

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