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Heillos zerstritten Chaos bei der WestLB

Die Hiobsbotschaften bei der ins Trudeln geratenen WestLB reißen nicht ab: Land und Sparkassen sind heillos zerstritten, die Stimmung im Eigentümerkreis ist vergiftet. Der Zoff ist verständlich: Schließlich geht es um mindestens fünf Milliarden Euro Finanzrisiken. Längst schießen die Verdächtigungen ins Kraut: Will die FDP das Ende der kommunalen Sparkassen einleiten? Oder pokert Minister Linssen hoch? Bisher ist völlig offen, wie die neuen Milliardenlöcher gestopft werden sollen. Lange sah es so aus, dass Rüttgers’ Ex-”Feuerwehrmann” Breuer als Chef der rheinischen Sparkassen die Eigentümer schnell auf Kurs bringen könnte. Die Hoffnung ist vorbei: Breuer widersetzt sich den Plänen des Finanzministers. Die Sparkassen können nicht hinnehmen, dass die WestLB ins Privatkundengeschäft einsteigt. Dies würde das gesamte Sparkassengeschäft in NRW gefährden. Auch der Linssen-Vorschlag, die durch Fehlspekulationen in tiefrote Zahlen gerutschte WestLB solle Anteile an den vorsichtig operierenden, kerngesunden Sparkassen erwerben können, ist hanebüchen. Damit würde der Bock zum Gärtner gemacht. Ministerpräsident Rüttgers hat die Landesbank zur Chefsache erklärt und strebt eine Fusion mit der Helaba an. Die Chaos-Meldungen der letzten Tage sind sicher kein Werbe-Argument für die WestLB. Rüttgers muss darauf achten, dass die Kreditwürdigkeit der NRW-Landesbank nicht leidet. In jedem Fall aber werden die Mitarbeiter der angeschlagenen Bank die Zeche für die Großmannssucht ihrer früheren Chefs zahlen müssen. Am Ende dürften knapp 2000 Beschäftigte ihren Job verlieren.

Westfalenpost

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