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Heilen mit der traditionellen chinesischen Medizin

Zahlreiche Berichte über das chinesische Wirtschaftswunder und nicht zuletzt die olympischen Spiele in Peking rückten den Riesenstaat in Fernost in das Interesse der westlichen Welt. Auch die traditionelle chinesische Medizin findet hier zahlreiche Anhänger, gerade in Deutschland. Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau, erklärt, was diese asiatische Heilkunst ausmacht:

„In Deutschland ist am bekanntesten sicher die Akupunktur, die ja bei der Behandlung von Schmerzen durchaus ihre Wirksamkeit erwiesen hat. Dann kennt man noch Qigong und Tai-Chi. In China hingegen ist viel wichtiger der Einsatz von Heilkräutern, die Pflanzenheilkunde spielt dort eine wichtige Rolle. Bis zu 90 Prozent der Behandlungen werden mit Pflanzen durchgeführt.“

Die Pflanzenheilkunde hat in China eine über 2000 Jahre alte Tradition. Mehr als 3000 Arzneispezialitäten gibt es im Reich der Mitte − ein Reichtum, den auch europäische Mediziner zu schätzen wissen. Doch es gibt wenig Therapeuten, die sich auf diesem Gebiet gut auskennen:

„Das ist ein ganz breites Gebiet, da brauchen Sie auch sehr erfahrene Therapeuten, um das anzuwenden. Außerdem haben die Chinesen ja ein anderes Verständnis von Krankheit. Sie betonen mehr die Vorbeugung, den ganzheitlichen Ansatz und die Europäer reagieren auch bei manchen Dosierungen anders als die Chinesen.“

Auch wenn die traditionelle chinesische Medizin zum Exportschlager werden könnte – in ihrer Heimat boomt die westliche Schulmedizin:
„Die westliche Medizin ist in China durchaus anerkannt, ganz besonders, wenn es um akut lebensbedrohliche Krankheiten geht, zum Beispiel Schlaganfall oder Notfälle, chirurgische Notfälle. Die traditionelle chinesische Medizin geht hingegen dort etwas zurück. Gerade bei jungen Leuten in Großstädten, da ist vor allem die westliche Medizin im Trend.“

Man kann die chinesischen Heilkräuter auch in Deutschland bekommen. Doch dabei sollte man darauf achten, dass es sich um seriöse Anbieter handelt, warnt die Apotheken Umschau. Denn zum Teil seien die Kräuter stark mit Schwermetallen oder Pestiziden belastet. Am besten, man fragt vorher einen Arzt oder einen Apotheker, der sich auf die chinesischen Heilkräuter spezialisiert hat.

Apotheken Umschau,P2news

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