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Hartz-IV-Reform

Man muss schon Thilo Sarazin heißen und Vorstandsmitglied bei der Bundesbank sein, um bei 359 Euro im Monat für einen Erwachsenen noch Einsparpotenzial zu sehen. Auch wenn sich der Betrag nun geringfügig – höchstens 30 Euro – erhöhen sollte, wird kein Hartz-IV-Empfänger den Gürtel lösen können. Die Vorstellung vom Leben in Saus und Braus allein mit Hilfe von Arbeitslosengeld II ist absurd. Hartz-IV-Empfänger sehen in der wieder aktuellen Schein-Frage eine Gängelung. Ähnliche Projekte bei Asylbewerbern zeigten: Gutscheine sind Un-Gut-Scheine, weil sie keine Rücksicht auf individuelle Defizite und Talente nehmen. Sie behindern die Eigeninitiative. Die aber wird auf dem Weg aus dem Tal gebraucht. Kinder verändern die Sache. Natürlich zeugt die Gutschein-Ausgabe von ziemlichem Misstrauen gegenüber Eltern. Natürlich gibt es auch unter Hartz-IV-Empfängern genug Väter und Mütter, die vorhandenes Geld in die Bildung ihrer Kinder investieren und nicht in Fast Food, Süßigkeiten oder gar eigenen Alkohol. Doch es gibt eben zu viele andere – zu viele, die überfordert sind. Für die Kinder sind die Gutscheine gut.

P2News/Westfalen-Blatt

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