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Handball-Verband reagiert nur zögerlich auf Krise

Mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land hat Handball in Deutschland einen großen Schritt in Sachen Professionalisierung der zweitbedeutsamsten Ballsportart erlebt. Die Bundesliga rühmt sich als stärkste Liga der Welt, hat permanente TV-Präsenz, lockt Handball-Weltstars mit Millionengehältern. Jetzt steht die Liga vor einer ernsten Bewährungsprobe. Mitte Februar hat die HSG Nordhorn bereits als zweiter Verein nach Tusem Essen in dieser Saison Insolvenz anmelden müssen und der Liga einen gehörigen Imageschaden zugefügt. Jetzt erschüttern unbewiesene Korruptionsvorwürfe gegen Serienmeister THW Kiel die Liga. Der Imageverlust ist enorm. Während der Deutsche Fußball-Bund 2005 den „Fall Hoyzer“ aufgrund eines umfassenden Geständnisses des Berliner Schiedsrichters und eigener Aufklärungsarbeit relativ schnell und geräuschlos zu den Akten legen konnte, droht der Handball-Bundesliga ein quälend langes Verfahren. Schuld sind sie selbst. DHB und Handball-Bundesliga-Vereinigung warten zögerlich auf Fakten von der Kieler Staatsanwaltschaft. Eigene Ermittlungen: Fehlanzeige. Krisenbewältigung sieht anders aus. Hier hat die Professionalisierung die Bundesliga offensichtlich noch nicht erreicht.

P2News

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