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Guttenbergs Stil

Fehler einräumen und sich gleichzeitig unzweifelhaft hinter seine Soldaten stellen – der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg entwickelt von Anfang an einen eigenen Stil. Wäre er selbst am 4. September nicht mit dem Kampf um Opel beschäftigt sondern im Einsatz gegen die Taliban gewesen, hätte auch er den Befehl zur Bombardierung der entführten Tanker gegeben. So muss seine jüngste Einschätzung interpretiert werden. Er bedauert zivile Opfer und will als Konsequenz nun zusammen mit den Partnern Widersprüche aus den veralteten Einsatzregeln entfernen. So weit, so klar, so wünschenswert. Die nächsten Aufgaben indes warten schon. Optisch war der Auftritt vor den Medien nach dem Geheimbericht an die Fraktionschef nämlich suboptimal. Denn Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hätte an seine Seite gehört. Wegen einer „Dienstreise verhindert“ gewesen sei der oberste Soldat der Bundeswehr, erklärte der Minister, und fügte hinzu: „Um Spekulationen vorzubeugen.“ Das mag akzeptieren, wer will. Es ist aber ein demonstrativer Hinweis darauf, dass die zweimal verlängerte Dienstzeit des Spitzenmilitärs nun endgültig abläuft und sich Guttenberg zügig einen neuen General seines Vertrauens suchen muss.

P2News/Rheinische Post

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