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Güllner auf stern.de: Ypsilanti muss zurücktreten

Der Meinungsforscher Manfred Güllner, Chef des Forsa-Institutes, hält einen Rücktritt der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti für überfällig. „Wenn Frau Ypsilanti einen Funken von Anstand hätte, hätte sie schon längst zurücktreten müssen nach dem Desaster“, sagte Güllner im Gespräch mit stern.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins stern. „Aber offenbar hat sie kein Schuldbewusstsein und lässt die SPD weiter in den Keller fliegen.“ Ypsilantis Versuch, sich mit den Stimmen der Linkspartei zur hessischen Ministerpäsidentin wählen zu lassen, war am Montag überraschend gescheitert. Trotz anderslautender Parteitagsbeschlüsse hatten die SPD-Konservativen Jürgen Walter, Silke Tesch und Carmen Everts angekündigt, Ypsilanti nicht zu wählen. Damit fehlten Ypsilanti drei Stimmen für die Mehrheitsbildung. Die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger hatte bereits nach der Landtagswahl im Januar verkündet, sie werde das geplante rot-grüne Bündnis unter Tolerierung der Linkspartei nicht mittragen. Nach Güllners Ansicht ist Ypsilantis Scheitern folgerichtig. Zirka 70 Prozent der SPD-Anhänger und ein ebenso hoher Prozentsatz der hessischen Wahlberechtigten hätten sich im Vorfeld gegen Ypsilantis Linkskurs ausgesprochen. „Sie hat gegen den Willen der Hessen ihren Ego-Trip weiter geführt“, sagte Güllner zu stern.de, „und hat die Quittung dafür bekommen.“ Bei den nun von CDU, FDP und Grünen angestrebten Neuwahlen werde die SPD klar unter die 30-Prozent Marke fallen. Hoffnungen darf sich dagegen das politische Lager des geschäftsführenden hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch machen. „Nach allem, was wir auch vorher untersucht haben, besteht eine große Chance, dass die CDU mit der FDP weiterregieren kann. Es scheint so zu sein, als würde die bürgerliche Mehrheit jetzt stabilisiert“, sagte Güllner. Auch die Grünen und die Linkspartei könnten von Neuwahlen profitieren. Der hessischen SPD würde nach Güllners Meinung nur ein Personalwechsel helfen: “ Wenn Ypsilanti zurücktreten würde, würde die SPD einen Schub nach oben nehmen.“

stern, P2news

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