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Großveranstaltung zum Geburtstag des Grundgesetzes vorerst geplatzt

Nach heftigen politischen Querelen ist die geplante Großveranstaltung zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik und dem 20. Jahrestag des Mauerfalls vorerst geplatzt. In einem Brief an das Bundesinnenministerium, der der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe) vorliegt, teilte der Berliner Veranstalter Media Event GmbH mit: „Unter den beschriebenen Voraussetzungen sehen wir keine Möglichkeit mehr, das Fest in der konzipierten Form durchzuführen.“ Auf Anfrage der WAZ erklärte das Innenministerium: „Wir müssen die unternehmerische Entscheidung akzeptieren und können sie nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen.“

Nach Angaben des Veranstalters war unter anderem ein Auftritt des Dirigenten Kurt Masur mit dem Orchestre Nationale de France am Brandenburger Tor geplant, außerdem ein Konzert der Rolling Stones an der Berliner Siegessäule. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage der WAZ erklärte, soll es nun im Mai ein Fest in abgespeckter Form geben. Das Bundespresseamt übernehme in Absprache mit dem Innenministerium die weiteren Planungen, um eine deutlich kleinere Feier in Nähe des Brandenburger Tors zu organisieren. In den vergangenen Wochen hatten mehrere SPD-Politiker die Planungen zu den Feierlichkeiten kritisiert, darunter Parteichef Franz Müntefering und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier.

Das politische Gezerre habe potenzielle Sponsoren verschreckt, heißt es in dem Brief der Firma Media Event an das Ministerium. Die Resonanz auf den „fehlenden Rückhalt aus weiten Teilen der Bundesregierung“ sei verheerend gewesen.

P2News

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