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Großhandelsumsätze deutlich schwächer

„Der Großhandel hat sich im Oktober verhaltener entwickelt. Die konjunkturelle Abkühlung in Kombination mit den Auswirkungen der Finanzkrise lassen auch den Großhandel wieder sorgenvoller in die Zukunft schauen. Nach den Signalen zur Stabilisierung der Finanzmärkte sind auch wirksame Impulse für die Binnenkonjunktur dringend erforderlich. Dem wird das Maßnahmenpaket der Bundesregierung nur unzureichend gerecht. Wirksamere und deutlichere Signale wären besser!“ Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) anlässlich der Veröffentlichung der Umsatzentwicklung im Großhandel heute in Berlin.

Der Großhandel setzte im Oktober 2008 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal nur noch 3,9 Prozent und real 0,8 Prozent mehr um als im Oktober 2007. Im Vergleich zum September 2008 wurde im Großhandel dagegen sogar nominal 2,8 Prozent und real 1,1 Prozent weniger umgesetzt. Wichtige Impulsgeber wie der Handel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern entwickelten sich dabei schwach oder verzeichneten wie der Handel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör sogar nominal wie real rückläufige Umsätze.

„Wenn mutig und entschlossen gehandelt wird, ist der Großhandel zuversichtlich, dass die aktuelle Talfahrt zügig überwunden werden kann. Der Groß- und Außenhandel appelliert daher an die Politik, das Maßnahmenpaket zur Wachstumsförderung und Beschäftigungssicherung möglichst schnell mit überzeugenden Schritten zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen zu verknüpfen. Eine Streichung des Solidaritätszuschlages darf dabei ebenso wenig tabuisiert werden wie das Angehen einer Einkommensteuertarifreform zur Beseitigung der kalten Progression. Auch müssen angesichts der auf die Ertragslage drückenden wirtschaftlichen Entwicklung steuerliche Regelungen wie die Zinsschranke, die Einschränkung der Verlustverrechnung und die Hinzurechnung von Finanzierungskosten bei der Gewerbesteuer auf den Prüfstand.“ – so Börner abschließend.

P2News

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