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Großeltern sind nicht mehr das, was sie mal waren

Die meisten sind aktiv, sie fühlen sich jung und gesund: Großeltern heute leben ganz anders als frühere Oma-und-Opa-Generationen, die strickende Oma auf dem Sofa ist ein Auslaufmodell. Nur die Lieben zu den Enkeln, die bleibt.

Soziologen beobachten aktuell drei Gruppen von Großeltern. Prof. François Höpflinger von der Universität Zürich beschreibt sie im Interview mit ELTERN so: „Ein großer Anteil engagiert sich stark in den jungen Familien und knüpft über die Enkel wieder an eine frühere, jüngere Lebensphase an. In gewisser Weise benutzen sie ihre Enkel als sozialen Jungbrunnen. Dann gibt es eine kleinere, aber wachsende Gruppe, die Mühe mit der Großelternrolle hat, weil sie sich noch sehr jung fühlt, und eine weitere, die eher distanziert ist, weil sie keine gesundheitlichen Ressourcen mehr hat – diese Gruppe wird kleiner.“

Insgesamt gebe es in fast allen westlichen Ländern so wenige Konflikte zwischen Eltern und Großeltern wie nie zuvor. Prof. Höpflinger: „Das Prinzip ‚Engagement ohne Einmischung‘ setzt sich immer mehr durch. Mit Ausnahme von moralischen und religiösen Fragen geht die Sozialisation heute eher von den Jungen zu den Älteren statt umgekehrt. Früher wollten Großeltern ihre Erfahrungen weitergeben, heute möchten sie lieber jung bleiben. Eine Strategie dafür ist der Kontakt mit Jüngeren.“

Der Einschätzung, dass Kinder sich besser entwickeln, wenn sie regelmäßig Kontakt zu ihren Großeltern haben, stimmt der Experte zu: „Der Umgang mit Verwandten, die vertraut und doch ein bisschen anders sind als die Eltern, tut ihnen gut. Fest steht auch, dass Kinder mit freundschaftlichen Beziehungen zu ihren Großmüttern und Großvätern ein besseres Bild vom Alter haben.“

P2News/G+J Frauen

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