Werbeanzeige
Home / Wirtschaft und Finanzen / Arbeit & Geld / Gleichmacherei unter Ärzten – Kommentar
Werbeanzeige

Gleichmacherei unter Ärzten – Kommentar

Gern schwingen Ärzte gegen Ulla Schmidt die Sozialismus-Keule. Dabei vergessen sie, dass ihre eigene Selbstverwaltung der Maxime folgt, keine Praxis pleite gehen zu lassen. Das ist dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung geschuldet, aber nichtsdestotrotz Sozialismus pur. Die Ärzte wollen nach Leistung bezahlt werden, aber ohne Wettbewerb. Das neue Honorarsystem treibt die Gleichmacherei freilich auf die Spitze und wird den Kassenärztlichen Vereinigungen aufgezwungen. Die bestbesuchten Praxen verlieren am meisten, kleine gewinnen. Das schafft Verwerfungen und es wäre fatal, müssten beliebte Praxen schließen. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Gewinner in der – schweigenden – Mehrheit sind, darunter die gebeutelten Landärzte. In NRW ist der Ärger deshalb besonders groß, weil die 2,7 zusätzlichen Milliarden nach Nord, Ost und Süd geflossen sind, aber nicht an Rhein und Ruhr ankommen. Das müssen die Ärzte aber ihrer KV ankreiden. Und darauf hoffen, dass der nächste große Reformschritt 2010 kommt: Dann soll jede Leistung bundesweit einheitlich bezahlt werden. Diese Gleichmacherei wäre in NRW sicher sehr willkommen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

P2News

Werbeanzeige

Check Also

Privatinsolvenzen von Bundesbürgern über 60 Jahre steigen an

Im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um die Altersarmut in Deutschland hat die Wirtschaftsauskunftei Bürgel …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.