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Gespräche mit den Taliban

Mehr als neuneinhalb Jahre Kämpfen, Leiden und Sterben haben gezeigt: Der Krieg in Afghanistan ist für den Westen militärisch nicht zu gewinnen. Diplomaten sagen das ebenso wie immer mehr Militärs. Es ist deshalb nur logisch, nicht allein Waffen sprechen zu lassen, sondern auch Unterhändler. Vor allzu großen Hoffnungen sei allerdings gewarnt. Von Friedensverhandlungen sind die Kriegsparteien am Hindukusch meilenweit entfernt. Als hätte es dafür eines Belegs bedurft, ging das Töten am Wochenende unvermindert weiter.

Die nun auch offiziell bestätigten Gespräche der Amerikaner und ihrer Verbündeten mit den Taliban sind vor diesem Hintergrund maximal als vorsichtige Kontaktaufnahme zu verstehen. Das ist nicht viel, aber womöglich ein Anfang, um irgendwann doch ernsthaft über die Kernpunkte des Konflikts sprechen zu können: Absage an Terror und Willkürherrschaft einerseits und Abzug sowie Ende der Einmischung andererseits.

Auch der Beschluss des Weltsicherheitsrates, bei Sanktionen künftig zwischen Taliban und Al-Kaida zu unterscheiden, zeigt: Hier kommt etwas in Bewegung. Dass die Taliban dies honorieren, ist allerdings ebenfalls nicht mehr als eine winzig kleine Hoffnung. Denn so geschwächt sie sein mögen: Die Taliban können auch auf stur schalten und einfach abwarten, bis die westlichen Truppen früher oder später abziehen.

P2News/Neue Osnabrücker Zeitung

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