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Gemeinsam gegen die Finanzmarktkrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Gordon Brown haben gemeinsam darüber diskutiert, wie der weltweiten Finanzmarktkrise begegnet werden kann. Weitere Themen waren: die Situation im Nahen Osten sowie der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine.

Am 2. April wird in Großbritannien der nächste G20-Gipfel stattfinden. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industriestaaten und Schwellenländer werden dann in London auch über eine Neuordnung des Weltfinanzsystems beraten. Die Bundesregierung setzt sich innerhalb der G8 bereits seit Jahren für mehr Transparenz auf den Finanzmärkten ein.

Zur Vorbereitung des Treffens in London werden in der zweiten Februarhälfte die europäischen G20-Mitgliedsstaaten in Berlin zusammenkommen. Sie werden über künftige Regeln auf dem globalen Finanzmarkt nachdenken. Schließlich müsse der Krise auch eine starke europäische Position entgegengesetzt werden, meinte Merkel.

National setzt die Bundesregierung der Krise die Konjunkturpakte I und II entgegen. Die Kanzlerin unterrichtete Brown im Gespräch über deren Inhalte. Mit den Pakten sind viele Handlungsmöglichkeiten für die konkrete deutsche Situation geschaffen.

Schnelle Waffenruhe im Nahen Osten

Merkel forderte eine rasche Waffenruhe im Gaza-Streifen. Die humanitäre Lage sei eine Katastrophe. Deshalb müsse jetzt Druck zur Beendigung des Konfliktes ausgeübt werden.

Notwendig sei aber auch, den Waffenschmuggel an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen sowie von der Seeseite zu unterbinden. Deutschland sei dabei zu technischer Hilfe bereit.

Die Kanzlerin verwies auf die zweite Reise von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier innerhalb kürzester Zeit in die Krisenregion. Steinmeier vermittelt heute in Israel.

Europa braucht russisches Gas

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine darf nicht länger die internationalen Lieferverpflichtungen Russlands beeinträchtigen. Darüber waren sich Merkel und Brown einig.

Russland laufe Gefahr, langfristig seinen Ruf als verlässlicher Gaslieferant zu verlieren, sagte die Kanzlerin. Sie werde deswegen mit Ministerpräsident Wladimir Putin am Freitag bei dessen Besuch in Berlin sprechen.

Obwohl die EU zwischen den beiden Ländern am Montag eine Vereinbarung zur Wiederaufnahme der Lieferungen erreichte, strömt seit rund einer Woche kein russisches Gas über die Ukraine in die 18 betroffenen Staaten.

P2News

Zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) gehören 19 Staaten und die Europäische Union. Gegründet hat sie sich 1999. Die G20 ist ein informelles Forum, das in Fragen des internationalen Finanzsystems miteinander kooperiert. Im Rotationsprinzip wird die G20 jeweils von demjenigen Land vertreten, das in dem betreffenden Halbjahr die Ratspräsidentschaft einnimmt. Zurzeit ist das Großbritannien.
Zu den Mitgliedsstaaten gehören neben den sieben führenden Industriestaaten (G7) und Russland: (G8): Argentinien, Australien, Brasilien, die Volksrepublik China, Indien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, und die Türkei. Die G7-Staaten sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA.
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