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Gehälter der Sparkassen-Chefs – Nichts zu verbergen

Gehälter von Sparkassen-Vorständen gehörten bislang zu den gut gehüteten Geheimnissen der Republik. Geldfragen verhandelte der Banker in der Regel mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden unter vier Augen. Nun müssen Sparkassen und andere öffentliche Gesellschaften in NRW die Gehälter ihrer Manager veröffentlichen. Diese von der Landesregierung verordnete Transparenz-Offensive war längst überfällig. Was für Dax-Konzerne Pflicht ist, muss für öffentlich-rechtliche Institute erst recht gelten. Zumal Sparkassen- und Stadtwerke-Chefs das Urteil des Volks nicht scheuen müssen, wenn sie angemessene und ordentliche Gehälter beziehen. Denn die Zeit der Beamten-Herrlichkeit auf den Vorstandsetagen der Sparkassen ist lange vorbei. Sie stehen in einem knallharten Wettbewerb mit Privat-, Volks- und Direktbanken. Um sich in dem hart umkämpften Markt behaupten zu können, brauchen Sparkassen Führungskräfte, die nicht wie früher nach Parteiproporz ausgesucht werden, sondern etwas von ihrem Geschäft verstehen. Dass diese Fachleute ihren Preis haben, ist selbstverständlich. Wenn manche Vorstände jetzt gegen die Offenlegung ihrer Gehälter klagen wollen, schießen sie sich deshalb ein Eigentor.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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