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Ganze Arten verschwinden – und tauchen wieder auf

Forscher rätseln über den Lazarus-Effekt im Tierreich: Ganze Arten verschwinden von der Erde – und tauchen plötzlich wieder auf. Wie die Zeitschrift P.M. MAGAZIN in ihrer April-Ausgabe berichtet, kommt der Lazarus-Effekt gar nicht so selten vor: Eine australische Studie habe kürzlich ergeben, dass von 187 Säugetierarten, die seit dem Jahr 1500 verschollen waren, immerhin 67 wieder aufgetaucht sind. Darunter befinden sich etwa der Guadalupe-Seebär, eine vor der mexikanischen Küste heimische Robbe, ein kleines Känguru namens Parmawallaby und die Bayerische Kurzohrmaus. Diese Wühlmausart war in den 1960er Jahren aus ihrem einzigen bekannten Lebensraum bei Garmisch-Partenkirchen verschwunden und wurde erst 2000 im benachbarten Tirol wieder aufgefunden.

Vor allem die Fortschritte der Molekularbiologie haben dazu beigetragen, dass Forscher in den letzten zehn oder 20 Jahren eine beeindruckende Zahl von Vermissten wieder aufgespürt haben. Die Artenjäger benutzen beispielsweise Hightech-Kamerafallen, die an Köder gekoppelt sind. Beißt ein Tier nachts in den Happen, schaltet sich die Videokamera an und filmt den Ertappten. Winzige Speichelspuren am Köder reichen aus, um die Kreatur später zu identifizieren.

Leider können Naturschützer Lazarus-Arten nicht immer zweifelsfrei auf der Haben-Seite verbuchen. Manche Spezies entziehen sich ihrem Zugriff. Unermüdlich geistern sie durch Fachmagazine und Publikumszeitungen, werden in regelmäßigen Abständen für ausgestorben erklärt und dann gleich dem Ungeheuer von Loch Ness doch wieder gesichtet. Natürlich ist in diesen Momenten nie eine Kamera zur Hand, und wenn doch, liefert sie verschwommene Fotos.

P2news/G+J Frauen/Familie/People

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