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Fußgängerschutz: BMW X1 bester Offroader

Moderne kompakte Geländewagen schützen Fußgänger beim Crash in der Regel besser als ihre größeren Vorgänger. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Untersuchung des ADAC, die nach den neuesten Euro NCAP Prüfverfahren durchgeführt wurde. Am besten schnitt dabei der BMW X1 ab, der als erster Offroader die strengeren, ab 2012 geltenden Mindestanforderungen für eine 5-Sterne-EuroNCAP-Gesamtbewertung erfüllt.

Mit 23 von 36 möglichen Punkten erzielte der BMW X1 das bisher beste Ergebnis bei den Offroadern. Damit liegt der X1 nur fünf Punkte hinter dem Citroën C6, dem Spitzenreiter-Modell in Sachen Fußgängerschutz. Im Vergleich zum größeren Bruder X3, der 2008 nur fünf Punkte erhielt, wird der Fortschritt deutlich.

Was lässt den X1 so gut aussehen? – BMW hat die Form der Front optimiert und energieabsorbierende Materialien und Halter für Karosserie, Haube und Stoßfänger eingesetzt. Insgesamt betrachtet, schneidet der kleine Münchner sogar besser ab als die meisten „normalen“ Autos aus der Mittel- oder Kompaktklasse und widerlegt somit die Behauptung, dass effektiver Fußgängerschutz bei einem SUV bauartbedingt nur schwer zu realisieren sei.

Deutliche Fortschritte im Fußgängerschutz konnten auch die anderen Modelle vorweisen. So erreichte der Mercedes GLK mit 16 Punkten zehn Punkte mehr als die M-Klasse. Ebenfalls um zehn Punkte ist der Tiguan (17 Punkte) besser als der Touareg (7). Der neue Kia Sorento erreichte 16 Punkte und damit 13 Punkte mehr als der namensgleiche Vorgänger von 2003. Der Audi Q5 erzielte 12 Punkte. Damit erhält er drei Punkte weniger als der im Jahr 2006 getestete Q7.

Neben strengeren Kriterien bei der Fußgängerschutzbewertung bei EuroNCAP ist seit 2009 eine europäische Verordnung in Kraft, die bis 2019 eine schrittweise Verschärfung der Grenzwerte beim Fußgängercrash vorsieht. Diese gilt bis 2015 allerdings nur für Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen und somit nicht für größere Fahrzeuge wie beispielsweise Audi Q7, Mercedes-M-Klasse oder Toyota Landcruiser. Deshalb fordert der ADAC von den Herstellern, die Grenzwerte für Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen schnellstmöglich auch bei schwereren Modellen einzuhalten, um den größtmöglichen Schutz für Fußgänger zu gewährleisten.

P2News/auto-reporter

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