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Fußball-Profis in der Rolle der beleidigten Leberwurst

Fußball-Profis haben es in diesen Tagen wirklich nicht leicht. Der Schalker Kevin Kuranyi als Mutter aller Heulsusen flüchtete von der deutschen Nationalmannschaft, weil er im Spiel gegen Russland von Bundestrainer Joachim Löw auf die Tribüne verbannt wurde. Ähnliche Gedanken gehen offenbar auch dem Bremer Torsten Frings durch den Kopf. Er denke ebenfalls über einen Rücktritt nach. Ihn wurmt, dass er das Spiel des deutschen Teams gegen Wales von der Bank aus verfolgen musste und sich nicht einmal aufwärmen durfte. Hier in der Lausitz zeigte sich Energie-Stürmer Dimitar Rangelov verstimmt darüber, dass er im Pokalspiel gegen Mönchengladbach nicht den letzten Elfmeter schießen durfte. Bei soviel Jammerei drängen sich natürlich Fragen auf. Haben die Profi-Kicker möglicherweise vergessen, dass es sich beim Fußball immer noch um einen Mannschaftssport handelt? Ist ihnen das eigene Ego wichtiger als der Erfolg des gesamten Teams? Zudem sind alle drei Maßnahmen begründet. Weder Kuranyi noch Frings stellen derzeit auf ihren Positionen die erste Wahl im Nationalteam dar. Und Rangelov durfte in Cottbus nicht zum Elfer ran, weil er vorher gefoult wurde und deshalb gegen ein ungeschriebenes Fußball-Gesetz verstoßen hätte. Deshalb, liebe Kicker: Lasst bitte das Heulen und besinnt euch wieder aufs Kämpfen! Damit helft ihr eurer Mannschaft und damit auch euch selbst am meisten.

Lausitzer Rundschau, P2news

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