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Fürsorglicher Stahlkonzern TKS

Als Dieter Kroll noch mächtiger Betriebsratsboss von Thyssen-Krupp Steel (TKS) war, verblüffte er die Öffentlichkeit Ende der 90er Jahre mit einem ausgefuchsten System zur Nutzung der Abwärme bei der Stahlproduktion. Der Arbeiterführer hat die Seiten gewechselt und ist nun TKS-Personalvorstand. Dort nutzt er seine Macht, indem er Konzern und Belegschaft fit für die Zukunft macht. Die Gesundheitsschicht ist ein großer Wurf. Gesundheitscheck statt Maloche kann ein Erfolg werden. Außer gesunden Facharbeitern braucht TKS auch gute Ingenieure. Beim Werben um technische Spitzenkräfte hat die Stahlbranche häufig das Nachsehen gegenüber der Autoindustrie. Porsche und Stuttgart haben halt für viele mehr Sexappeal als Stahlbrammen und Duisburg. Flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, Vermittlung von Haushaltshilfen und ambulanter Pflege sollen TKS als fürsorglichen Arbeitgeber positionieren. Für den kampferprobten Ex-Arbeiterführer Kroll eine neue Herausforderung: „Wir befinden uns im harten Kampf um Talente.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, P2news

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