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Freiwillige haben künftig die Wahl

Kristina Schröder

Während die faktische Abschaffung des Wehrdienstes vor allem ideologisch umstritten war, trifft das Ende des Zivildienstes ganz praktisch mitten ins Leben: Wer soll Alte und Kranke pflegen? Nur anständig bezahlte Fachkräfte natürlich. Aber so wird es nicht kommen. Dazu fehlt Geld. Das ist ein Grundproblem, das Familienministerin Schröder nicht zu verantworten hat: Dass nicht nur nette Zusatzaufgaben, sondern auch dringende Notwendigkeiten von Freiwilligen für ein Taschengeld erledigt werden müssen. Der neue Gesetzentwurf zum Bundesfreiwilligendienst hat Vorzüge: Er bindet ältere Menschen mit ein. Er pumpt zusätzliches Geld in das erfolgreiche Freiwillige Soziale Jahr und stärkt insofern das Engagement der Zivilgesellschaft. Aber der geplante Aufbau einer neuen Struktur erklärt sich nur durch Bund/Länder-Probleme bei den Finanzen und die Sorge, was die 1000 Mitarbeiter des Bundesamtes für Zivildienst tun sollen. Sinnvoller wäre ein Ausbau der bisherigen Freiwilligen-Dienste.Kommt es doch zum Ersatz-Zivildienst des Bundes, muss zumindest gesichert sein, dass es finanziell keine Freiwilligen erster und zweiter Klasse gibt.

P2News/Westfalenpost

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