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Franz Müntefering spricht sich für rot-rote Bündnisse aus

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat grünes Licht für die Bildung rot-roter Koalitionen in ost- und westdeutschen Bundesländern gegeben. „Wenn es uns gelingt, mehr sozialdemokratische Ministerpräsidenten zu stellen, würde uns das helfen, mehr als es schadet“, sagte Müntefering in einem Interview in der neuen, wegen der Weihnachtsfeiertage bereits am Dienstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. „Wir könnten so auch machtpolitisch ein Zeichen setzen.“ Selbst rot-rote Bündnisse in Thüringen und im Saarland, wo unmittelbar vor der Bundestagswahl 2009 gewählt wird, befürwortet der SPD-Chef im stern. „Das macht mir keine Angst“, so Müntefering. Die Debatte über Koalitionen der SPD mit der Linken werde die Bundestagswahl nicht wesentlich entscheiden. „Das regt die Menschen nicht mehr auf.“

Müntefering stellte außerdem klar, dass er für längere Zeit Parteivorsitzender bleiben möchte. „Ich habe nicht vor, eine kurze Geschichte daraus zu machen“, sagte er dem stern. Er werde im nächsten Jahr erneut für den Posten kandidieren. Müntefering war im Oktober zum zweiten Mal in seiner politischen Karriere zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden.

Müntefering bestreitet im stern-Interview, mit seinem Vorgänger Kurt Beck einen Machtkampf geführt zu haben. „Ich habe das nicht so verstanden.“ Er räumt jedoch ein, selbst in den Monaten, in denen er seine krebskranke Frau gepflegt hat, politisch nicht völlig weggetaucht zu sein. In der SPD sei einiges kreuz und quer gelaufen. „Ich habe versucht zu helfen und zu ordnen. Das war ich meiner Partei auch schuldig.“ Es gebe keinen Schaukelstuhl in der Demokratie, so Müntefering. Man bleibe mitverantwortlich. „Wenn der Kopf klar ist, kann man nicht sagen: Das geht mich alles nichts mehr an.“

Nach Becks Rücktritt im September sei er vom SPD-Kanzlerkandidaten und Außenminister Frank-Walter Steinmeier gebeten worden, den Parteivorsitz zu übernehmen. „Ich habe das Amt nicht gesucht“, sagte Müntefering im stern. Er habe Steinmeiers Angebot zunächst gar nicht annehmen wollen. „Ich habe mich kurz gewehrt.“ Steinmeier habe ihn jedoch überzeugt. „Du weißt genau, dass das eine vernünftige Lösung wäre“, habe Steinmeier zu ihm gesagt. „Gut, habe ich geantwortet, dann mache ich das.“

stern, P2news

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