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FDP-Nachwuchsstar Rösler hält an Ausstiegsplänen fest

FDP-Shootingstar Philip Rösler will sich auch nach seinem geplanten Ausstieg aus der Spitzenpolitik politisch engagieren. Er könne sich vorstellen, nach seinem Ausscheiden „in eine politische Stiftung zu gehen, die anderswo hilft, Demokratien aufzubauen“, sagte Rösler im Interview mit dem stern. Der designierte Wirtschaftminister von Niedersachsen hält an seiner Entscheidung fest, mit 45 Jahren aus der Politik auszusteigen. Rösler, derzeit 35 Jahre alt, sagte dem Magazin: „Ich habe mit 30 gesagt: Okay, 15 Jahre machst du das, und dann ist Schluss. Denn ich glaube, dass Politik den Menschen verändert. Man wird misstrauischer.“

Rösler ist Landesvorsitzender und Fraktionschef seiner Partei in Niedersachsen. Am 13. Februar soll er das Amt des Wirtschaftsministers von seinem Parteifreund Walter Hirche übernehmen. Auch ein Ruf nach Berlin würde an seinem Entschluss, mit 45 auszusteigen, nichts ändern – zumal seine Frau etwas dagegen hätte. „Sie würde mir eher den Kopf abreißen, wenn ich jetzt sagen würde: Freunde, ich gehe nach Berlin“, sagte Rösler dem stern. „Früher haben sich Frauen nach den Männern gerichtet. Jetzt sagen sie zu Recht: Glaube nicht, wenn du nach Berlin gehst, gehe ich mit.“ An seinem Entschluss würde Rösler auch nicht rütteln, wenn FDP-Chef Guido Westerwelle ihm im Falle einer Beteiligung an der Bundesregierung einen Kabinettsposten in Berlin anbieten würde.

Rösler wurde im Alter von neun Monaten von einem deutschen Paar aus einen katholischen Waisenhaus in Vietnam adoptiert und nach Deutschland gebracht. Mit seiner Herkunft habe er nie ein Problem gehabt, er habe sich immer in Deutschland integriert gefühlt, betonte Rösler. Für ihn sei sein Adoptivvater „wie ein leiblicher Papa“ gewesen. „Deswegen hatte ich auch nie das Bedürfnis, nach meinen ‚Wurzeln‘ zu suchen. Sie suchen ja nur, wenn Ihnen etwas fehlt. Mir hat nichts gefehlt.“ Aggressionen wegen seines asiatischen Aussehens seien ihm nie begegnet. „Bei Asiaten denken immer alle, man kann Karate. Ich bin eigentlich noch nie angepöbelt worden, weil ich asiatisch aussehe, nur gelegentlich, weil ich bei der FDP bin.“

Der Jungpolitiker wünscht sich eine emotionalere FDP: „Wir reden in der FDP nicht genug über Werte. Was macht uns aus? Was prägt uns? Wie ist unser Lebensgefühl?“ Es gebe neue Milieus, die für die FDP durchaus ansprechbar seien. „Wenn man sich ein Milieu anguckt wie den Prenzlauer Berg in Berlin – junge Eltern, cool und weltoffen – und sich mit denen unterhält, findet man viel Übereinstimmung.“ Die wenigsten würden dort allerdings FDP wählen, was vor allem am Image der Partei liege. „Image ist wie Zahnpasta. Einmal aus der Tube gedrückt, kriegt man die nicht mehr zurück.“

P2News

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