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Fasten macht, schlank, gesund und glücklich – tatsächlich?

Den Gürtel enger schnallen und freiwillig ein paar Tage nichts essen – Fastenkuren liegen im Trend und damit auch hartnäckige Vorurteile. Da wird schnell mal erzählt, dass man vom mehrtägigen Fasten schlank und rank und regelrecht euphorisch werden kann. Stimmt das, wird durch das Fasten Körper und Seele gereinigt und lebt man obendrein auch noch gesund? Die Fragen haben wir an das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ weitergegeben und Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum räumt erstmal damit auf, dass der Körper beim Fasten entgiftet und entschlackt wird:

Dafür braucht der Körper das Fasten nicht. Zum „Entgiften“ haben wir Leber und Niere und zum „Entschlacken“ den Darm. Und da sich unerwünschte Nebenwirkungen einstellen können, zum Beispiel Gallensteine oder Gichtanfälle, sollte man aber generell nur mit ärztlicher Betreuung fasten. Aber natürlich gibt es auch positive Effekte, weil das Fasten zum Beispiel den Blutdruck und die Blutfette senken kann.

Menschen, die gefastet haben, schwärmen, dass sich nach ein paar Tagen des Fastens Glücksgefühle einstellen. Ist da was dran oder ist das nur Einbildung?

Wenn man die ersten Tage mit Hungergefühl und schlechter Laune überstanden hat, dann stellt sich tatsächlich bei vielen ein Gute-Laune-Effekt ein. Durch das Fasten verändert sich nämlich der Stoffwechsel und das führt dazu, dass das Gehirn Substanzen ausschüttet, die die Stimmung heben und manche Fastende regelrecht euphorisch machen.

Wichtigste Frage zum Schluss. Nimmt man durchs Fasten ordentlich ab?

Fasten ist nicht zum Abnehmen gedacht, weil man danach schneller wieder zunimmt, wenn man bei den alten Essgewohnheiten bleibt. Es kann aber der Anstoß zu ein paar Pfunden weniger sein, denn der vorübergehende Gewichtsverlust motiviert viele Menschen, auch weiter abzunehmen. Und natürlich immer dran denken: zum Fasten gehört auch viel Bewegung.

Das Essen lässt man beim Fasten zwar weg, aber trinken muss man dafür umso mehr, und da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten: Heil- oder Saftfasten, Molkekur oder Formula-Diät, berichtet der „Diabetes Ratgeber“.

P2News/Diabetes Ratgeber

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