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Fasching – Ohne Höhner? Nie im Leben!

De Höhner (hochdeutsch: Die Hühner) sind eine Kölner Mundart-Musikgruppe. Der Name stammt aus dem lokalen Dialekt Kölsch, in dem auch die meisten ihrer Lieder geschrieben sind.

Bandmitglieder
– Henning Krautmacher (* 5. März 1957 in Leverkusen-Schlebusch): Gesang, Gitarre, Tin Whistles (Mitglied seit 1986, Frontmann der Höhner)
– Peter Werner (* 3. November 1949 in Köln-Lindenthal), bürgerlicher Name Peter Werner-Jates: Keyboards, Trompete, Akkordeon, Gesang (Gründungsmitglied)
– Janus Fröhlich (* 12. Oktober 1950 in Köln-Ehrenfeld), bürgerlicher Name Jan Peter Fröhlich: Drums, Percussion, Gesang (Gründungsmitglied)
– Hannes Schöner (* 24. Juni 1953 in Köln-Bickendorf), bürgerlicher Name Johannes Schulte-Ontrop: Bass, E-Bass, Gesang (Mitglied seit 1990)
– Jens Streifling (* 30. April 1966 in Borna bei Leipzig): Klarinette, Gitarre, Klavier, Bluesharp, Saxophon, Bass, Schlagzeug (Mitglied seit 2003)
– John Parsons (* 1953 in Wales (GB)): Gitarre (Mitglied seit 2008).

[tab:Bandgeschichte]

Gründung und die frühen Jahre

Im Jahre 1972 gründeten Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich die Band Ne Höhnerhoff (hochdeutsch: Ein Hühnerhof). Mit ihrer Musik machte sich die Band viele Freunde im Kölner Raum, allerdings waren sie beim Reinigungspersonal der Veranstaltungsräume nicht sehr beliebt. In den ersten Jahren traten die Bandmitglieder in Hühnerkostümen auf, und nach den Auftritten sah es auf den Bühnen meist wie auf einem Hühnerhof aus, weil sich die echten Federn von den Kostümen lösten. Außerdem warf die Band auch Federn ins Publikum. Dabei war es üblich, dass Ne Höhnerhoff auf der Bühne einliefen und „Gack gack gack?“ fragten, worauf das Publikum mit „Gack gack gack!“ antwortete. Aus diesem Grund und weil man unter den Kostümen im Scheinwerferlicht stark transpirierte, trennte man sich von den aufwändigen Kostümen. Ihr größter Hit zu dieser Zeit war Scheiß ejal, ob do Hohn bess oder Hahn aus dem Jahr 1974, der auch noch heute im Karneval gern gesungen wird.

Nachdem die Band ihre tierische Gestalt abgelegt hatte, entschloss man sich im Jahr 1975, die Band in De Höhner (hochdeutsch: Die Hühner) umzubenennen. Im Jahre 1977 stieg Gründungsmitglied Rolf Lessenich aus der Band aus und wurde durch den neuen Frontmann Peter Horn ersetzt, auch Walter Pelzer verließ ein Jahr später die Band und wurde durch Franz-Martin Willizil abgelöst. Im Jahre 1978 begann die Beziehung zum 1. FC Köln und dessen Fans. Im Meisterjahr (1978) veröffentlichten De Höhner das erste ihrer speziell dem FC gewidmeten Lieder: Unser Bock es Meister. Damit hatten sie sich in die Herzen der Kölner Fans gesungen. (Auch heute noch wird bei den Heimspielen des 1. FC Köln die FC-Hymne „Mir stonn zu dir, FC Kölle“ vor Spielbeginn im RheinEnergieStadion gespielt und von den Fans gesungen.) Ebenfalls im Jahr 1978 veröffentlichte die Band auch ihr erstes Album Ich well noh Hus, das den heutigen Karnevalsklassiker Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche enthält. Im selben Jahr erschien auch das Doppelalbum Lang usjebröt. Auf der folgenden Langspielplatte Verzäll doch ens, die 1979 erschien, verewigten sie mit Ich ben ne Räuber den nächsten Ohrwurm. Dies veranlasste die Band, noch im selben Jahr das erste Best Of Ihre größten Erfolge auf Vinyl zu prägen. Ebenfalls im selben Jahr wurde die Band mit dem Bassisten Günter Steinig auf fünf Mitglieder erweitert.

[tab:Die 80ér]

Nachdem der endgültige Durchbruch geschafft war, erhielt die Band in den Folgejahren diverse Ehrungen und Preise. Allein viermal verliehen die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. den Höhnern ihren Orden für das beste kölsche Lied. Beim Närrischen Oscar der Kölner Boulevardzeitung Express errangen sie in den 80er-Jahren viermal den zweiten und dreimal den dritten Platz. Im Jahr 1982 unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei EMI. 1986 verließ Frontmann Peter Horn die Band und wurde durch Henning Krautmacher ersetzt. Bekannt und in der Öffentlichkeit präsent geworden ist der gebürtige Leverkusener Krautmacher durch zahlreiche Auftritte mit seiner vorherigen Band „Uss d´r Lameng“. Dazu beigetragen haben Auftritte bei Fußballspielen der Leverkusener Bundesligamannschaft im Ulrich-Haberland Stadion sowie ein Auftritt bei einer Talentprobe im Kölner Tanzbrunnen. Viele Fans hatten zu diesem Zeitpunkt die Befürchtung, dass diese Nachfolge schwer sein würde, aber Krautmacher bewies innerhalb kurzer Zeit das Gegenteil. Das Jahr 1986 brachte nicht nur den Wegfall des De aus dem Namen der Band mit sich, sondern, dass die Gruppe fortan auch hochdeutsche Stücke einspielte. Auf dem ersten Album mit Krautmacher namens Für Dich veröffentlichten sie, neben den halbwegs akzentfreien Liedern Ruf doch mal an, Kein Meer mehr da und Für Dich, auch den Riesen-Karnevalshit Pizza wundaba, dessen Text teilweise in italienisch-kölscher Sprache geschrieben wurde. Durch das schauspielerische Talent von Henning Krautmacher während der Auftritte kam er schnell beim Publikum an. In den 1980er-Jahren veröffentlichten die Höhner insgesamt neun Alben.

[tab:Die 90´er]

Zu Anfang des neuen Jahrzehnts verließ Bassist Günter Steinig die Band und wurde durch den Schlagersänger Hannes Schöner ersetzt, der lieber in einer Band spielen wollte, als solo durch die Welt zu tingeln.

Durch die Verwendung deutscher Texte und gleichzeitiger musikalischer Weiterentwicklung wurden die Höhner allmählich auch außerhalb des Kölner Karnevals aktiv. Auch das soziale Engagement steigerte sich merklich. Unvergesslich ist zum Beispiel der Auftritt auf dem legendären Konzert der AG Arsch huh gegen Nazis am 9. November 1992 auf dem Kölner Chlodwigplatz. Die Höhner sangen unter anderem die Lieder Ich ben ’ne kleine Mann, Leever en Mösch in dr Hand und Wann jeiht dr Himmel widder op und bewegten damit die über 100.000 Zuschauer.

Im Jahre 1992 startete die Band eine Konzertreihe im Kölner Millowitsch-Theater, dies hatten bis dato nur die Bläck Fööss aufgrund ihrer großen musikalischen Vielfalt gewagt. Das Programm nannte sich Zwei Zimmer, Küche, Diele, Bad. Die Band hatte drei Jahre zuvor „dämm Willy“ (Willy Millowitsch) das Lied Willy, wat wör Kölle ohne Dich zum 80. Geburtstag gewidmet.

Im nächsten Jahr startete die Gruppe ihre nächste Konzertreihe, die Höhner Classics. Bei diesen Konzerten werden klassisch arrangierten Lieder der Höhner zusammen mit einem Orchester in der Kölner Philharmonie aufgeführt. Dabei wurde mit der irischen Gruppe Galleon die kölsch-englische Version von Minsche wie mir (People Like Us) gespielt. Fortan waren die Höhner Classics in jedem Jahr fester Bestandteil des Terminkalenders der Band. Im Jahr 1995 machten Höhner Erfahrung in einem neuen Bereich. Sie nahmen an der Revue Niemals geht man so ganz zu Ehren der 1991 verstorbenen Kölner Volksschauspielerin Trude Herr auf dem Kölner Roncalliplatz teil. Im Jahr 1998 stieß der Gitarrist und Violinist Pete Bauchwitz zu der Band. Im folgenden Jahr verließ Franz-Martin Willizil die Höhner und wurde durch Ralle Rudnik ersetzt. In den 1990er-Jahren veröffentlichten die Höhner insgesamt zwölf Alben.

[tab:Von 2000 bis heute]

Der Anfang des neuen Jahrtausends gestaltete sich für die Höhner recht turbulent. Zunächst wurden sie für ihr Album Best of – 25 Jahre für den Musikpreis Echo in der Kategorie Gruppe des Jahres national nominiert, dann erhielten sie ihre erste Goldene Schallplatte für die Single Die Karawane, und schließlich starteten sie die Zusammenarbeit mit dem Kölner Circus Roncalli. Unter dem Titel Höhner Rockin‘ Roncalli Show tourt die Gruppe mit dem Zirkus durch Deutschland. Die Zirkusshow wird von der Band mit speziell darauf abgestimmter Musik begleitet. Auch die Artisten haben ihre Auftritte auf die Musik abgestimmt. Teilweise treten die Bandmitglieder auch als Artisten auf. Mittlerweile sind zu diesem Thema bereits drei DVDs erschienen. Im Jahre 2003 gelang der Gruppe mit dem Titel Viva Colonia, der auch die CHARTS-HISTORY-Ausgabe in dieser Woche ausführt, ein deutschlandweiter Megahit. Auch auf dem Münchener Oktoberfest wurde das Lied zum Wies’n-Hit 2004 und 2005. Pete Bauchwitz verließ die Band im Juni 2003 und wurde durch Jens Streifling, ein ehemaliges Mitglied der kölschen Rockgruppe BAP ersetzt. 2005 bekamen die Höhner die Goldene Stimmgabel in der Kategorie Beste Gruppe in der Kategorie Schlager verliehen. Im selben Jahr ging die Band erstmals auf Deutschlandtour. Diese Tournee war durchaus erfolgreich. Mitte des Jahres veröffentlichten die Höhner das Album 6:0. Neben dem Sessionlied Ohne Dich geht es nicht wurde auf dieser CD die Erstversion von Wenn nicht jetzt, wann dann? veröffentlicht. Nachdem der Song in einer abgeänderten Version zum offiziellen WM-Song der Handball-Weltmeisterschaft 2007 wurde, platzierte er sich in den Hitparaden. Im Februar 2007 war das Lied auf Platz 1 der offiziellen Verkaufshitparade von Media Control. Seit 2007 sind die Höhner Mitglied der von Bundesminister Sigmar Gabriel anlässlich der CBD-COP9 ins Leben gerufenen Naturallianz, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt. 2007 erhielt die Gruppe erneut die Goldene Stimmgabel in der Kategorie Erfolgreichste Gruppe Schlager.

Zum Jahresende 2007 hat Gitarrist Ralle Rudnik die Band verlassen, um sich seinen Soloprojekten widmen zu können. Sein Nachfolger ist der britischstämmige John Parsons.

[tab:END]

 

Viel Spass beim genießen der Faschingszeit. Musikalisch geben „De Höhner“ Ihr bestes:

 

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P2News Musikredaktion

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