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Facebook, das Internet und der soziale Wandel

Es ist zum vertrauten Bild geworden. Egal ob in Bus oder Bahn, in den Einkaufsstraßen, Cafés und Bars – wer etwas auf sich hält, hat ein Smartphone in der Hand, also ein internetfähiges Mobiltelefon, und hält damit auf Schritt und Tritt Kontakt zu seinen Mitmenschen in aller Welt. Es wird gepostet was das Zeug hält. Zu deutsch: Wir setzen in Internetforen Nachrichten ab über alles, was sich im privaten oder beruflichen Leben abspielt. Vom Schuheinkauf bis zur Kindsgeburt, vom Urlaub bis zum neuen Arbeitsvertrag wird alles einem Freundeskreis oder auch der kompletten Internetgemeinde weltweit zugänglich gemacht. Und die Freunde machen es ebenso. Ist das verwerflich? Keineswegs. Dass immer größere Teile des Lebens von immer mehr Menschen im Internet dokumentiert, diskutiert und verarbeitet werden, ist vor allem Ausdruck eines sehr ausgeprägten Selbstdarstellungsbedürfnisses der jungen Generationen. Das sagt der Medienrechtler Bernd Holznagel auf dem Medienforum NRW in dieser Woche in Köln. Holznagel, Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht in Münster hat in diesem Zusammenhang vor allem den Branchenriesen Facebook im Blick, jenes soziale Netzwerk, durch das mittlerweile eigenen Angaben zufolge weltweit mehr als 600 Millionen Menschen zusammengeschlossen sind. In Deutschland sind inzwischen rund 18 Millionen Menschen bei Facebook registriert und damit nahezu jeder zweite Internetnutzer im Land – Tendenz steigend. „Facebook ist und bleibt kostenlos“ – mit diesem Satz wird jeder Internetnutzer auf der Homepage des Netzwerkbetreibers begrüßt. Ein Versprechen, das leicht fällt. Denn ein Pool von persönlichsten Daten von 600 Millionen Menschen in der Welt hat einen wirtschaftlichen Gegenwert, der praktisch unbezahlbar ist. Heute sei noch völlig unabsehbar, für welche gewerblichen Zwecke die sozialen Netzwerke die Daten ihrer Nutzer in Zukunft einmal verwenden werden. Und zu den sozialen Netzwerken zählt nicht nur Facebook, sondern auch Twitter, Xing, Myspace, Schüler- oder StudiVZ. Einen Hinweis darauf, wohin bei der Datennutzung die Reise geht, gibt Joanna Shields, Facebook-Vizepräsidentin für Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Sie kündigt einen Auftritt auf der Fachmesse IBC für elektronische Medien in London an. Sie wolle Facebook zur größten Marketing- und Kommunikationsplattform für Werbefirmen und Marken weltweit machen, heißt es in einer Mitteilung der IBC-Messe. Ist das verwerflich? Keineswegs. Aber: Man muss es wissen, wenn man soziale Netzwerke nutzt und dort privateste Dinge postet. Was Facebook in erster Linie interessiert: Hier hinterlassen in Deutschland zu gut 90 Prozent Vertreter der werberelevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren ihre Spuren. Da sind Begleiterscheinungen wie auf Facebook organisierte Massenpartys nur Fußnoten der Netz-Gechichte. Die Party ist vorbei, das Leben hat begonnen.

P2News/Neue Westfälische

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