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Expedition:Arktis – Ausstellung in Berlin

Wer wollte nicht schon einmal zum Nordpol wandern? In Berlin ist das für sechs Wochen sogar in Filzpantoffeln möglich. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt zeigen das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Ausstellung „Expedition:Arktis – Zukunftsforschung im Hohen Norden“ in der deutschen Hauptstadt. Kernstück ist eine begehbare Karte der Arktis von ungefähr 10 Meter Durchmesser, um die herum aktuelle Forschungsprojekte präsentiert werden. Die Ausstellung ist vom 12.03. bis zum 21.04. im Lichthof des Auswärtigen Amtes zu sehen und wird am Abend des 11. März durch Staatsminister Günter Gloser anlässlich einer internationalen Arktiskonferenz eröffnet.

Warum interessiert Deutschland sich für die ferne Arktis? Und welche Fragen beschäftigen Wissenschaftler, die dort forschen? Auf ihrer ganz persönlichen „Expedition:Arktis“ können Besucher teilhaben an aktuellen Forschungsfragen, die nicht nur spannend, sondern auch von hoher gesellschaftlicher Relevanz sind: Wie entwickelt sich das Klima in der Arktis? Wann wird der Nordpol im Sommer eisfrei sein? Wie entstand der arktische Ozean? Was wissen wir über die Klimageschichte der Arktis? Wie erkunden Wissenschaftler Rohstoffvorkommen in der Arktis? Welche Staaten erheben territoriale Ansprüche auf den Nordpol?

„Die Ausstellung „Expedition:Arktis“ eröffnet neue Perspektiven auf die polare Welt im Norden,“ verrät Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, über die Ausstellung, die in Berlin zum ersten Mal gezeigt wird. „Inhaltlich durch die interessante Präsentation von Forschungsprojekten rund um den Hohen Norden, optisch durch die begehbare Karte des Arktischen Ozeans und seiner angrenzenden Landgebiete. Dieser Blickwinkel ist vielen Menschen genauso unbekannt wie die Struktur des Meeresbodens im Arktischen Ozean“, schildert Karin Lochte eine Erfahrung, die Arktisforscher immer wieder machen. „Er rückt die Arktis ins Zentrum und lädt schon wegen der ungewohnten Erfahrung ein, sich die besondere geografische Situation der Arktis „wandernd“ zu erschließen: Ein Ozean von bis zu 5000 Metern Tiefe mit großen flachen Schelfmeeren und durchzogen von ozeanischen Rücken und nahezu vollständig umgeben von den Kontinenten Asien, Europa und Nordamerika.“

Das Alfred-Wegener-Institut erforscht die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Klimageschehens in der Arktis. Bei den zahlreichen Expeditionen zu Land und zu Wasser mit seinem Forschungseisbrecher „Polarstern“, dem Forschungsflugzeug Polar 5 und auf den beiden Forschungsstationen in Spitzbergen und Sibirien spielt die internationale Zusammenarbeit eine große Rolle. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat in Deutschland die Aufgabe übernommen, die Geologie der Festlandsgebiete rund um das Polarmeer und deren erdgeschichtliche Entwicklung zu erforschen. „Diese Untersuchungen ermöglichen die Bewertung des Rohstoffpotenzials der Arktis und damit eine Stärkung des deutschen Mitspracherechts bei wirtschafts-, umwelt- und forschungspolitischen Entscheidungen für die Arktis“, so der Präsident der BGR, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel. Und Karin Lochte ergänzt: „Die Arktis scheint nur auf den ersten Blick weit weg zu sein. Nirgendwo vollzieht sich der Klimawandel so drastisch wie dort. Wenn die Arktis sich verändert, dann hat das Auswirkungen auf das Klima der gesamten Erde und insbesondere auf Europa. Wir tun gut daran, sehr aufmerksam zu verfolgen, was in der Arktis geschieht. Arktisforschung ist deshalb nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern auch ein Stück Zukunftsforschung für Deutschland.“

Im Lichthof des Auswärtigen Amtes können Berliner und Berlinbesucher nun sechs Wochen lang auf „Arktisexpedition“ gehen: vom 12. März bis zum 21. April, jeweils von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 20:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10:30 bis 18:30 Uhr.

P2news

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