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Expansion der Discounter

Deutschland ist Discounter-Land: Nirgends prägen sie so stark das Ortsbild, nirgends kaufen mehr Kunden dort, nirgends in Europa geben die Menschen einen so geringen Anteil ihres Geldes für Lebensmittel aus. Daran ändert der Dämpfer des Bundesverwaltungsgerichts nichts.

Beispiel Wurst: Discounter beherrschen inzwischen die Hälfte dieses Segments. Vor zehn Jahren war es nur ein Viertel. Ist jetzt der Discounter der Böse? Oder der sparsame Kunde? Oder der eingesessene Fleischer, der es versäumt hat, mit Qualität und gutem Konzept seine Kundschaft zu halten?

Alles davon ist ein Stück weit wahr. Eines aber nicht: Dass die Lage entscheidet. Die einen kämpfen gegen Discounter im Grünen, weil keine Kunden mehr ins Zentrum kommen und Kaufkraft abfließt. Andere wollen die bunte Konkurrenz gerade außerhalb haben, damit sie zumindest nicht unmittelbar Tür an Tür die Preise drückt.

Letztlich heben sich beide Argumente auf und zeigen: Es ist der Discounter selbst, der viele stört – und zu dem doch alle gehen. Entscheidend ist also der Kunde. Und völlig eindimensional ist dessen Verhalten auch wieder nicht: Zuletzt wuchsen Discounter auf Kosten anderer Märkte, weniger der Fachgeschäfte. Teure Bio-Produkte sind ebenfalls gefragt. Auch dies zeigt: Die Frage der Lage wird heiß diskutiert, ist und bleibt aber Nebensache.

P2News/Neue Osnabrücker Zeitung

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