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Euro – teurer Befreiungsschlag

Die deutsch-französische Achse hat funktioniert: Was die Staatschefs gestern auf den Weg gebracht haben, ist tatsächlich ein Befreiungsschlag. Das zeigt auch die Reaktion der Börsen: Der Euro legte kräftig zu, nachdem Eckpunkte des gewagten Rettungsplanes durchgesickert waren. Die Sorge war zunächst groß, dass die Staatschefs wieder nur Zeit kaufen und ein neues Rettungspaket schnüren. Das kommt zwar nun auch, ist aber nicht alles. Die Staatschefs wollen ernsthaft private Gläubiger wie Banken mit ins Boot holen. Diese sollen auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Das ist ökonomisch zwingend. Ein Land, dessen Schuldenstand eineinhalbmal so hoch ist wie sein Sozialprodukt, kommt ohne Hilfe der Gläubiger nicht auf die Beine. Doch der Preis, den die starken Euro-Staaten dafür zahlen müssen, ist gewaltig. Man kann auch sagen: Alle Probleme, die mit dem Schuldenschnitt verbunden sind, wollen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy mit aberwitzig viel Geld lösen. Damit die Europäische Zentralbank den griechischen Banken nach dem Schuldenschnitt nicht den Geldhahn zudreht, sollen ihr die Euro-Länder Milliarden als Sicherheiten geben. Weitere Milliarden sollen bereitgestellt werden, um strauchelnde Banken aufzufangen. Das Ganze wäre billiger und einfacher gewesen, hätte man schon 2010 den Schuldenschnitt gewagt.

P2News/Rheinische Post

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