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Etikettenschwindel und Tierquälerei bei Weihnachtsgänsen

Alptraum unterm Weihnachtsbaum – Verbraucher verlassen sich beim Kauf des Gänsebratens auf Herkunft und Qualität des Tieres, die auf Etikett und Verpackung angegeben ist. „Punkt 12“ deckte jetzt eine bewusste Irreführung der Verbraucher im großen Stil auf. Am Mittwoch, den 10.12.08, um 12 Uhr berichtet das RTL-Mittagsmagazin über Etikettenschwindel bei Weihnachtsgänsen in einem Münchner Großhandel und die damit verbundene Tierquälerei. „Punkt 12“-Reporter Alexander Römer findet in der Fleischabteilung des Großhandels, der auch unzählige Münchner Gastronomiebetriebe beliefert, Gänsekeulen, die laut Etikett aus Polen kommen. Zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Bei näherem Betrachten der Ware fällt jedoch auf, dass sich Klebereste und Papierlösungen unter den Etiketten befinden. Die Ware wurde offensichtlich umetikettiert und stammt von einem der größten Stopfleberhersteller Ungarns. Der RTL-Reporter meldet seinen mysteriösen Fund der Stadt München. Diese leitet sofort ein Strafverfahren wegen „Irreführung des Verbrauchers gegen den Geschäftsführer der GmbH sowie den Leiter der Fleischabteilung“ ein. Erschreckend, aber wahr: In Ungarn werden jährlich 1700 Tonnen Gänseleber und 1200 Tonnen Entenleber produziert. Laut der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ werden Gänse dreimal am Tag mit bis zu 800 Gramm Futter gestopft. Das entspricht beim Menschen einer Menge von 12 Kilogramm Nudeln zweimal täglich. Das Futter wird innerhalb von zwei Sekunden per Pneumatik in das Tier gedrückt. Als Futter werden Maisbrei oder gekochte Maiskörner verwendet. Als Medikament wird routinemäßig Amoxicillin verabreicht, um das Fieber zu senken, das durch die Zwangsernährung erzeugt wird, denn das Verfetten der Leber ist nur bei kranken Tieren zu erzielen. Kurz vor Schlachtung ist die Leber bei Gänsen bis zu 1000 Gramm schwer. Eine gesunde Leber wiegt ca. 70 Gramm. „Punkt 12“ filmte mit versteckter Kamera das Ausmaß der Tierquälerei auf der ungarischen Geflügelleberfarm und zeigt die dramatischen Zustände in einem Schlachthof, wo die Tiere nach der brutalen Mast weiter verarbeitet werden.

RTL, P2news

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