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Erster Labortest Windows Phone 7

Microsofts altes Handy-Betriebssystem „Windows Mobile“ ist schon geraume Zeit angestaubt. Schon lange geben andere Hersteller im wachsenden Smartphone-Markt den Ton an. Apple (iPhone), Google/HTC (Android) und Nokia (Symbian) haben die Messlatte für Microsofts neues System „Windows Phone 7“ recht hoch gelegt. Die ersten Geräte kommen am 21. Oktober auf den deutschen Markt. Die Fachzeitschrift COMPUTERBILD konnte bereits zwei brandneue Handys mit Windows Phone 7 testen: das HTC 7 Mozart und das LG Optimus 7.

Die Standardausstattung eines Handys mit Windows Phone 7 als Betriebssystem muss mindestens ein 1-Gigahertz-Prozessor, ein Touchscreen mit 800 x 480 Pixeln sowie eine 5-Megapixel-Kamera umfassen. Ein eingebauter Speicher mit acht Gigabyte, GPS und festgelegte Tasten sind ebenfalls Pflicht. Das verlangt Microsoft von den Handy-Herstellern.

Im COMPUTERBILD-Test überzeugte Windows Phone 7 mit übersichtlichen Menüs und einfacher Bedienung über einen Touchscreen. Dieser zeigt die wichtigsten Funktionen auf einen Blick. Per Fingerwisch nach oben oder unten kann der Nutzer weitere kachelförmige Programmverknüpfungen ins Bild holen. Die Reihenfolge und Anzahl der Kacheln sind beliebig änderbar. Sie zeigen – teils animiert – beispielsweise ungelesene SMS oder E-Mails, verpasste Anrufe, Termine sowie Bilder der Adressbuch- oder Facebook-Kontakte an. Neu: Per Handy können Nutzer auf das Spielekonsolen-Netzwerk Xbox LIVE zugreifen. Musik, Videos und Fotos lassen sich ausschließlich mit der PC-Software Zune auf das Handy laden – Apples iTunes lässt grüßen.

Bei vielen Funktionen schwächelt Windows Phone 7 allerdings. Termine und Kontakte werden zwar mit Internetdiensten und über diesen Umweg auch mit Outlook und anderen Programmen ausgetauscht. Der direkte Abgleich mit dem PC per Bluetooth oder USB-Kabel funktionierte jedoch nicht, auch Einzel-Dateien lassen sich nicht übertragen. Verbesserungswürdig ist außerdem die Internetfunktion. Die Kompatibilitätstests absolvierte der Browser schlechter als die Internetanzeigeprogramme von Nokia, Google oder Apple auf ihren jeweiligen Smartphones. Und auch in der Praxis kommen die neuen Windows-Smartphones nur mit vier von acht Aufgaben wie Preissuche oder Videoabruf im Internet klar. Weitere Schwachpunkte: Mehrere Programme parallel zu nutzen („Multitasking“) ist nicht möglich. Und Texte ließen sich nicht zwischen Programmen kopieren und wieder einsetzen. Laut Microsoft sollen diese Funktionen jedoch nach einer Aktualisierung des Betriebssystems zur Verfügung stehen.

Der COMPUTERBILD-Testsieger im Duell der beiden ersten Phone-7-Handys heißt HTC 7 Mozart (Gesamtnote: 2,29; durchschnittlicher Marktpreis: 560 Euro). Das Gerät spielt die Stärken des Windows Phone 7 optimal aus, die E-Mail-, Kalender- und Adressbuch-Funktionen lassen sich auf dem hellen Display leicht bedienen. Auch die Kamera mit effektiv 5,3 Megapixeln, Xenon-Blitz sowie die Navigationsfunktion mit Sprachansage für Autofahrer überzeugen im Vergleich zu früheren Windows-Smartphones. Dennoch schaffte es das HTC-Windows Phone nur auf den zehnten Platz der COMPUTERBILD-Bestenliste – etwa hinter den Apple iPhones 3GS und 4, den Google-Handys HTC Desire und Nexus One, den Symbian-Handys N97 und C6 von Nokia und dem ebenfalls beliebten Smartphone Samsung Wave S8500.

Das Optimus 7 von LG (Gesamtnote: 2,33; durchschnittlicher Marktpreis: 480 Euro) schnitt im Test nur unwesentlich schlechter ab als der Testsieger von HTC. Auch hier überzeugte die einfache Bedienung auf dem großen und hellen Bildschirm. Display und Gehäuse bieten außerdem einen guten Schutz vor Kratzern. Weniger überzeugend war allerdings die mäßige Fotoqualität. Schade: Beide Smartphones haben keinen Speicherkarten-Steckplatz.

P2News/COMPUTERBILD

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