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Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2009

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 13. November 2009 mitgeteilt hat, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2009 um 0,7% höher als im Vorquartal. Der leichte Aufwärtstrend aus dem zweiten Quartal (+ 0,4%) scheint sich somit fortzusetzen: Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach dem starken Einbruch im Winterhalbjahr weiter.

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet (saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA) Veränderung gegenüber dem Vorquartal:

2008 2009
1.Vj 2.Vj 3.Vj 4.Vj 1.Vj 2.Vj 3.Vj
1,6% – 0,6% – 0,3% – 2,4% – 3,5% 0,4% 0,7%

Gestützt wurde die Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal 2009 von den Investitionen: In Bauten wurde um 1,5% mehr investiert als im Vorquartal, in Ausrüstungen um 0,8%. Die Ausrüstungsinvestitionen scheinen sich nach dem Einbruch im ersten Vierteljahr 2009 (- 18,5% gegenüber dem vierten Quartal 2008) auf einem niedrigeren Niveau zu stabilisieren. Positive Impulse kamen zudem von den Warenexporten, die um 4,9% im Vergleich zum Vorquartal gestiegen sind. Allerdings sind gleichzeitig auch die Warenimporte wieder angestiegen (+ 6,5%), und zwar stärker als die Exporte. Der daraus resultierende Außenbeitrag bremste das Wirtschaftswachstum (negativer Wachstumsbeitrag von – 0,5 Prozentpunkten). Durch den gleichzeitigen Aufbau von Lagerbeständen wurde dieser Effekt jedoch mehr als kompensiert (Wachstumsbeitrag: + 1,5 Prozentpunkte). Die Konsumausgaben erwiesen sich insgesamt als Wachstumshemmnis: Während die privaten Haushalte um 0,9% weniger für ihren Konsum ausgaben als in den Monaten April bis Juni, stiegen die Konsumausgaben des Staates leicht an (+ 0,1%).

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Vorjahresvergleich:

Anders als im Vorquartalsvergleich ist das preisbereinigte BIP im Vorjahresvergleich wiederum deutlich gesunken: Es war im dritten Quartal 2009 um 4,7% niedriger als im gleichen Quartal des Vorjahres (kalenderbereinigt – 4,8%). Das Minus fiel damit etwas schwächer aus als noch im zweiten Quartal 2009 (- 7,0%, kalenderbereinigt – 5,8% gegenüber dem Vorjahresquartal), dennoch ist das Ausmaß der Wirtschaftskrise nach wie vor deutlich erkennbar.

P2News/destatis

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