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Erasmus für Jungunternehmer

Beabsichtigen Sie, Ihr eigenes Unternehmen zu gründen? Oder haben Sie vor weniger als drei Jahren eines gegründet? Sind Sie bereits erfolgreicher Unternehmer? Falls ja, dann könnte das Programm „Erasmus für Jungunternehmer“ für Sie interessant sein!

„ERASMUS“ ist vielen Studenten ein Begriff. Haben doch seit Beginn des Programms im Jahre 1987 über eine Million Studenten und Hochschullehrer daran teilgenommen. Die einen haben in Frankreich – neben dem Studieren an einer fremden Universität oder einem Praxis-Aufenthalt in einem französischen Unternehmen – das Laissez-Faire kennen gelernt, andere haben in Spanien neben dem Studium Tapas genossen oder in England die Pubs von innen kennen gelernt. Neben dem Spaß am Auslandsaufenthalt haben sie aber auch ihre Sprachkenntnisse erweitert, internationale Kontakte geknüpft und gelernt, wie Firmen im Ausland funktionieren. Erasmus fördert seit über 20 Jahren die Mobilität und erweitert den Horizont seiner Teilnehmer.

Seit Februar 2009 gibt es nun ein Erasmusprogramm für Jungunternehmer.
Ähnlich wie das Studienprogramm will „Erasmus für junge Unternehmer“, das Verständnis und die Verbindung zwischen Bürgern unterschiedlicher EU-Staaten stärken und den Unternehmergeist in Europa fördern.

Auf die Walz gehen
Früher war es selbstverständlich, dass Handwerker, die sich etablieren wollten, erst einmal durch fremde Länder zogen. So lernten sie neue Verfahren, Materialien und Ideen kennen. Auf diese Art der Wanderschaft müssen angehende Unternehmer heute nicht mehr gehen. Trotzdem bleibt es von großem Vorteil, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, den eigenen Horizont – sowohl auf geschäftlicher als auch auf persönlicher Ebene – zu erweitern, das Potenzial ausländischer Märkte zu erkunden und internationale Kontakte zu schließen.

Hierbei unterstützt junge Unternehmer und angehende Selbständige das EU-Austauschprogramm: Sie reisen in ein EU-Land, um dort ein bis sechs Monate in einem kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) zusammen mit einem erfahrenen Unternehmer zu arbeiten. Sie sollen nicht nur beobachten, sondern aktiv Aufgaben im Gastbetrieb übernehmen, die beide Parteien vorher festlegen. Die Vermittlung an die gastgebenden Firmen erfolgt mit Hilfe von insgesamt 102 regionalen und nationalen Wirtschaftsorganisationen, die als Vermittlungsstellen fungieren.

Von 2009 bis 2010 sollen 870 solcher Auslandsaufenthalte organisiert werden. Jungunternehmer haben Anspruch auf Zuschuss durch die EU zur Reise- und Unterkunftskosten. Der Beitrag wird von den Vermittlungsstellen ausgezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Gastland und reicht von 560 bis 1100 Euro.

Anmeldeschluss ist der 31.12.2009.

Wer kann teilnehmen?
Zielgruppen sind Jungunternehmer, die innerhalb der vergangenen drei Jahre eine Firma gegründet haben oder planen, dies zu tun sowie Gastunternehmer mit mindestens dreijähriger Erfahrung. Die Teilnehmer können aus allen 27 EU-Staaten und allen Sparten kommen.

Beide Seiten profitieren
Das Programm bringt beiden Parteien zahlreiche Vorteile. Neugründer können von den Erfahrungen der Gastfirmen profitieren. Das Programm erleichtert ihnen den Zugang zu neuen Märkten und die Suche nach potenziellen Geschäftspartnern. Sie erhalten Managementfähigkeiten und internationale Kompetenzen. Wer einmal das Geschäftsgebaren in einem anderen Land kennen gelernt hat, tut sich später leichter damit, Kunden- und Partnerschaftskontakte aufzubauen und zu pflegen. Jungunternehmer lernen etwas über entscheidende Erfolgsfaktoren, wirkungsvolle Planung, finanzielles und operationales Management, Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen und erfolgreiche Marketingsstrategien. Sie erhalten Kenntnisse im europäischen Handelsrecht und Binnenmarkt.
Die Gastfirmen erhalten die Chance, neue europaweite Geschäftsverbindungen zu knüpfen und mehr über geschäftliche Möglichkeiten in anderen EU-Ländern zu lernen.

Aufenthalt splitten
Viele Jungunternehmer möchten ihre Firmen in den Anfangsjahren nur ungern für ein bis sechs Monate den Rücken kehren. Das ist verständlich und führt dazu, dass sich die Teilnehmer in erster Linie aus dem Kreis der Gründungswilligen rekrutieren. Um auch den Neugründern eine Chance zu geben, kann der Auslandsbesuch auch auf mehrere Aufenthalte verteilt werden. Diese müssen innerhalb eines Jahres stattfinden und jeweils mindestens eine Woche dauern.

Warum brauchen wir das Programm?
Unternehmerische Initiative ist von wesentlicher Bedeutung für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Vielen Firmengründern fehlen Management Erfahrungen und wesentliche Kernkompetenzen. Zusammen mit der Tatsache, dass die Mehrheit der KMU in nur einem Land tätig ist, führt dies zu einer Wachstumsbeschränkung. Das Programm fördert die Initiative von Neugründern und unterstützt sie dabei, auf europäischer Ebene aktiv zu werden und wettbewerbsfähig zu sein. Zudem stärkt es die Vernetzung von Geschäftsleuten über Landesgrenzen hinaus.

P2News/News-Reporter

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