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Entwicklung von Jungen und Mädchen

Sie ist eine Expertin, die kein Blatt vor den Mund nimmt: Lise Eliot, Mutter, Autorin und Neurobiologin an der renommierten Chicago Medical School. Einer ihrer provokanten Sätze im Interview mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ELTERN FAMILY: „Ich bin absolut dagegen, dass man Schülern bei Arbeitsgemeinschaften die Wahl lässt, zum Beispiel zwischen der Tanz- und der Computer-AG.“

Basis ihrer Aussagen sind ihre eigenen Forschungen. Lise Eliot hat herausgefunden, dass sich die Gehirne von Frauen und Männern kaum unterscheiden – dies gelte für die Gehirne von Mädchen und Jungen noch mehr. Dementsprechend seien viele gängige Urteile über sie Mythen. Der größte und gefährlichste Mythos über Jungen sei der, sie seien „nicht mitfühlend“. Eliot: „Jungs reden wenig über Gefühle. Das führt häufig zu der Annahme, sie hätten auch keine. Falsch! Es gibt keinen nennenswerten Unterschied in der Fähigkeit zur Empathie zwischen Kindern, auch nicht zwischen Jungen und Mädchen.“

Der größte Mythos über Mädchen ist nach Eliots Erkenntnissen der Satz „Mädchen sind nicht aggressiv“. „Was für ein Quatsch! Es stimmt, dass sie als Kleinkinder weniger oft zuschlagen. Aber Mädchen wetteifern genauso wie Jungs um ihre Position in der Gruppe. Ihre Mittel sind nur schwerer zu erkennen, weil die Kämpfe eher mit fiesen Bemerkungen ausgetragen werden.“

Abgeleitet aus ihren Forschungsergebnissen fordert Eliot: „Das Konkurrenzbedürfnis von Mädchen sollte endlich Anerkennung finden! Mädchen müssen erfahren, dass Wettbewerb eine gute Sache ist, wenn er zum Beispiel im Sport oder durch gute Leistungen in der Schule ausgetragen wird.“

Apropos Schule. Eliot ist gegen die Wahlfreiheit bei Schüler-AGs, „weil sie sich dann ordentlich nach Geschlechtern einsortieren. Aber wenn wir die riesige Lücke zwischen Mädchen und Jungen schließen wollen, dürfen wir das nicht länger zulassen.“

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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