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Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Januar 2009

Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [2] im Januar weiter deutlich um preis- und saisonbereinigt  8,0 % zurückgegangen, nach abwärts revidierten -7,6 % im Vormonat. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Januar überdurchschnittlich. Die schwache Entwicklung war vor allem auf den Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland um 11,4 % und hier insbesondere aus der Nicht-Eurozone (-18,2 %) zurückzuführen. Die Nachfrage aus den Ländern der Eurozone verringerte sich um 1,2 %. Die Inlandsbestellungen gingen zuletzt um 4,3 % zurück. In allen industriellen Hauptgruppen schwächten sich die Auftragseingänge deutlich ab. Den stärksten Rückgang verbuchten dabei die Hersteller von Investitionsgütern mit -9,1 %. Bei den Vorleistungs- und den Konsumgüterproduzenten ging das Ordervolumen um 6,8 % bzw. 6,7 % zurück.

Im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) sanken die Auftragseingänge in der Industrie um preis- und saisonbereinigt um 14,4 %. Die Inlandsnachfrage schwächte sich um 10,8 %, die Auslandsnachfrage um 17,5 % ab. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen hatten Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten mit -16,1 % bzw. -14,5 die deutlichsten Nachfragerückgänge zu verzeichnen. Bei den Herstellern von Konsumgütern verringerte sich das Ordervolumen um 6,7 %.

Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsdurchschnitt (Dezember/Januar) kalendermonatlich um 33,2 %. Die Auslandsaufträge lagen um 37,1 % und die Inlandsaufträge um 28,3 % unter dem Vorjahresniveau.

Die kräftige Abwärtsentwicklung der Bestelltätigkeit setzt sich fort. Angesichts des sich weiter eintrübenden weltwirtschaftlichen Umfeldes bremst der Rückgang der Auslandsbestellungen stärker als die ebenfalls deutliche Abnahme der Bestelltätigkeit im Inland. Auf Sicht bleiben damit die Aussichten für die Industrieproduktion weiter ausgesprochen gedrückt.

BMW, P2news

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