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Entscheidungshilfe zur HPV-Impfung

Fast zwei Jahre ist es her, dass die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) ihre Empfehlung ausgesprochen hat, Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren gegen HPV zu impfen. HPV steht für die so genannten Humanen Papillomviren, die Gebärmutterhalskrebs oder dessen Vorstufen verursachen können. Seitdem der Gemeinsame Bundesausschuss die Schutzimpfung mit Zustimmung des Bundesgesundheitsministeriums in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen hat, haben rund 40 Prozent der Mädchen die Impfung in Anspruch genommen. In den letzten Tagen sind jedoch auch kritische Stimmen zu Nutzen und Wirksamkeit der HPV-Impfung laut geworden und haben viele Familien verunsichert. Eine neue Broschüre der Techniker Krankenkasse (TK) informiert jetzt über die HPV-Impfung, sowie über die Möglichkeiten von Krebsfrüherkennung und -vorsorge.

Prof. Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: „Unsere Aufgabe als Krankenkasse besteht nicht nur darin, eine Leistung zur Verfügung zu stellen. Wir möchten unsere Versicherten auch motivieren, sich mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen und als mündiger Patient für sich persönlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit sie dies können, brauchen sie aber wissenschaftlich fundierte und unabhängige Informationen. Diese möchten wir Ihnen mit dieser Broschüre zur Verfügung stellen.“

Gegner der Impfung kritisieren vor allem, dass es keine Langzeitergebnisse zur HPV-Impfung gibt, da der erste Impfstoff erst seit gut zwei Jahren auf dem Markt ist. TK-Chef Klusen hat Verständnis für die Bedenken. „Dennoch sind viele unserer Kundinnen nicht bereit, 20 Jahre auf eine Langzeitstudie zu warten, wenn heute bereits Impfstoffe zur Verfügung stehen. Aber selbstverständlich bewertet die STIKO regelmäßig neue Daten und Studienergebnisse, so dass Nutzen und Wirksamkeit der Impfung – wie bei allen anderen Schutzimpfungen auch – regelmäßig überprüft und Empfehlungen bei Bedarf entsprechend angepasst werden“, so der Kassenchef.

Neben der HPV-Impfung beinhaltet die TK-Broschüre weitere Informationen zu den Themen Krebsfrüherkennung und Vorsorge. Fast jede zweite Frau über 20 Jahren nimmt nach Aussage der TK die jährliche Krebsvorsorge beim Frauenarzt in Anspruch. Für die nach dem 1. April 1987 geborenen Frauen ist ein Beratungsgespräch zur Krebsfrüherkennung sogar verpflichtend, um bei einer späteren Erkrankung keine finanziellen Nachteile zu haben. Viele wissen aber nicht, was dabei untersucht wird und welche Folgen ein Befund haben kann. Die Broschüre „Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, HPV-Impfung“ steht unter www.tk-online.de zum kostenlosen Download.

Hintergrundinformation für die Redaktionen: Frauen ab 20 haben einmal im Jahr Anspruch auf eine Untersuchung zur Krebsfrüherkennung. Diese ist für sie kostenlos und nicht mit einer Praxisgebühr verbunden. Für Frauen, die nach dem 1. April 1987 geboren sind, gilt eine Besonderheit: Das Gesetz schreibt vor, dass sie sich einmalig bei ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin über die Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs beraten lassen. Findet diese Beratung nicht statt, verlieren sie im Falle einer späteren Gebärmutterhalskrebserkrankung die finanziellen Vorteile für chronisch kranke Patienten, das heißt sie müssen gegebenenfalls eine höhere Eigenbeteiligung leisten.

P2news

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