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Elternzeit zu Ende – Job weg

Die gute Nachricht vorweg – mit Einschränkungen: Direkt im Anschluss an die Elternzeit ist eine Kündigung nicht erlaubt, außer der Betrieb ist insolvent oder schließt. Aber sobald Mütter oder Väter wieder angefangen haben zu arbeiten, entfällt dieser Kündigungsschutz aus der Elternzeit. Allerdings: Will der Arbeitgeber kündigen, muss er einen sachlichen Grund haben und die vertraglichen Fristen einhalten.

Zwar werben Politiker für Vereinbarkeit, und Unternehmen schmücken sich mit dem Label „familienfreundlich“. Aber die Praxis für Mütter und Väter, die nach der Pause zurück in ihren Job wollen, sieht oft ganz anders aus, berichtet die Zeitschrift ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe. So werden Wiedereinsteiger häufig ausgetrickst: Die gewünschte Teilzeitstelle sei nicht machbar, die neue Position entspräche bei Weitem nicht den Qualifikationen, oder man wird gezwungen, Arbeitszeiten oder -orte zu akzeptieren, die sich nicht mit der Kinderbetreuung vereinbaren lassen.

Wenn Väter und Mütter in der Firma um ihr Recht kämpfen müssen, ist der erste Ansprechpartner der Betriebsrat: Die Kollegen dort wissen, ob tatsächlich keine passenden offenen Stellen vorhanden sind, ob es gerade weitere laufende Teilzeitanträge gibt, man eine Stelle teilen könnte oder ob demnächst ein Arbeitsplatz frei wird.

Kommt es dagegen zum Bruch, ist eine Klage gegen eine Kündigung möglich. Dafür ist immer ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt für Arbeitsrecht notwendig. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte klären, ob sie die Kosten übernimmt. Für Geringverdiener gibt es auch die Möglichkeit der Beratungs- oder Prozesskostenhilfe; das zuständige Gericht hält alle Informationen bereit.

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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