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Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte – Verteilungskämpfe

Ja – gemessen daran, wie sich die Löhne derjenigen, die sie bezahlen, zuletzt entwickelt haben. Und nein – gemessen daran, wie sich die Honorare in manchen Regionen zuletzt entwickelt haben. In den Praxen am Nordrhein kam bei der letzten Erhöhung wenig bis nichts an, in Westfalen-Lippe zumindest weniger als im Bundesdurchschnitt. Es ist richtig, diese Ungleichbehandlung wenigstens etwas zu korrigieren.

Nur: Was können die Beitragszahler dafür, dass sich die Ärzte seit Jahrzehnten einen erbitterten Verteilungskampf leisten? Sekundiert von ihren Landespolitikern, vor Wahlen zumal. Selbstverständlich müssten Ärzte bundesweit einheitlich bezahlt werden. Wer damit ernst machen will, muss den einen mehr geben und den andern etwas wegnehmen. Zum Beispiel den Ärzten in Baden-Württemberg. Doch das wollte sich die CDU vor der Landtagswahl im März nicht antun.

Der Föderalismus in der Ärzteschaft blockiert Reformen genauso wie in der Politik. Wie sollte es auch anders sein. Doch es gibt einen Unterschied: Die Politik kann ihren eigenen Föderalismus nicht abschaffen – die Zersplitterung der Praxislandschaft schon.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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