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E-Bikes liegen voll im Trend

Omas, die was auf sich halten, düsen heutzutage nicht mehr mit dem Motorrad durch die Legebatterie, sondern mit dem E-Bike – also einem Fahrrad mit (Hilfs-)Motor. Aber nicht nur ältere Semester schwören auf die unterstützte Pedalkraft, E-Bikes werden der Fahrrad-Trend des Jahres, darin sind sich Fachleute einig. Ob Banker, Senioren oder Fahrradkuriere; der Rückenwind aus der Steckdose ist bei allen beliebt. Auf der „outdoor & fahrrad.markt.zukunft.“ in der Messe Bremen können sich Neugierige und E-Bike-Kenner am Sonnabend, 7., und Sonntag, 8. März 2009, informieren und die neuesten Modelle gleich auf der Probebahn testen.

„Elf Anbieter präsentieren sich bei uns, das Angebot reicht vom elektrisch unterstützten Faltrad bis hin zu richtig sportlichen Modellen“, erklärt Ernst Rieso, Projektleiter der „outdoor & fahrrad.markt.zukunf.“ bei der Messe Bremen. „Gerade im Stadtverkehr sind Elektrofahrräder eine echte Alternative zum Auto und damit unter Kosten- und Umweltaspekten die bessere Wahl“, ergänzt Ulrike Saade von der velokonzept Saade GmbH, die den „fahrrad.markt.zukunft.“ gemeinsam mit der Messe Bremen organisiert.

Aber was genau ist ein E-Bike und was gar ein so genanntes Pedelec? Die Masse der so genannten „Light Electric Vehicles“ oder auch LEV (Leicht-Elektrofahrzeuge) lässt sich in zwei Kategorien einteilen: E-Bikes, will heißen elektrisch betriebene „Mofas“, die ausschließlich auf ihren Motor vertrauen, und die „Pedelecs“ genannten Fahrräder mit Unterstützungsmotor. Beim Pedelec („Pedal Electric Vehicle“) wirkt der Zusatzantrieb nur, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – je nach Modell und Fahrmodus unterschiedlich stark. Ein Pedelec ist also auch ganz ohne Motoreinsatz fahrbar.

Was bei der Digitalkamera die Megapixel und beim Auto der Durchschnittsverbrauch, ist beim Pedelec die Reichweite. „Moderne Lithium-Ionen-Akkus bieten reichlich Strom; wer clever beschleunigt und schaltet, kann selbst in hügeligen Regionen über 50 Kilometer mit einer Ladung fahren“ erklärt Kurt Schär von Biketec. „Man muss die tatsächlichen Nutzungsgewohnheiten betrachten. In der Realität geht es um Wege von zwei bis fünf Kilometern, die täglich zurückgelegt werden, nicht um 80-Kilometer-Touren in bergigem Gelände“, so Mario Moeschler vom Fahrradhersteller Winora.

Aus Asien, wo das Pedelec längst seinen Siegeszug angetreten hat, stammen die meisten Importe für einige Hundert Euro. Ihre Qualität sorgt jedoch nach Meinung der Fachleute für wenig Fahrspaß: „Das geht los bei primitivsten, rostanfälligen Bremsanlagen und betrifft selbstverständlich auch Akku, Motor und Elektronik“, erklärt Moeschler. „Marken übergreifend kann man sagen, dass Pedelecs unter 1.500 Euro für den intensiven Nutzer keine gute Wahl sind“, ergänzt Schär. Diese Einschätzung deckt sich mit den Testergebnissen des Vereins „Extra-Energy e. V.“, der im Frühjahr 2008 einen großen Vergleichstest durchführte: Keine Spitzenplätze für die Räder unter 1.500 Euro.

Von gesetzlichen Regelungen sind Radfahrer weitgehend verschont, solange sie ordnungsgemäß mit Licht und Klingel unterwegs sind. Bei Pedelecs sieht das anders aus: Modelle, die eine Geschwindigkeit von mehr als 25 Kilometern pro Stunde erreichen können, sind versicherungspflichtig und müssen mit einem Mofakennzeichen versehen werden. Das hat aber auch Vorteile: Zum einen gilt für Pedelecs – auch schnelle – keine Helmpflicht, zum anderen lässt sich die Mofa-Haftpflicht (50 Euro im Jahr) zu einer Kaskoversicherung mit Diebstahlschutz erweitern. Das kostet jährlich rund 50 Euro extra und ist bei einem Fahrzeugwert um 2.500 Euro eine sinnvolle Investition.

Der Akku ist einer der Kostentreiber des LEV: Soll er leicht, leistungsfähig und haltbar sein, so kostet er um die 500 Euro. Lithium-Ionen-Akkus halten etwa vier bis fünf Jahre beziehungsweise bis zu 1.000 Ladezyklen. Die Qualitätsunterschiede sind erheblich und stecken im Detail, deshalb empfiehlt Moeschler vorrangig namhafte Fahrradanbieter in die engere Wahl zu nehmen. Sein Praxis-Tipp: „Achten Sie darauf, dass sich der Akku zum Laden leicht vom Pedelec entnehmen lässt.“

Setzte die Branche anfänglich noch auf Käufer, die wegen körperlicher Gebrechen Mühe mit einem richtigen Fahrrad hatten, geht der Trend heute zu sportlichen Pedelecs, die lediglich etwas mehr Komfort bieten möchten als unmotorisierte Bikes und dabei deren praktische Aspekte erhalten.

Wurden 2005 noch etwa 25.000 E-Bikes und Pedelecs abgesetzt, waren es 2007 schon 65.000. Und für das laufende Jahr gehen selbst die vorsichtigen Marktbeobachter vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) von 80.000 bis 100.000 Exemplaren aus. „Je mehr E-Bikes und Pedelecs unterwegs sind, desto dichter wird auch das Service-Netz“, erklärt Schär und verweist auf touristische Projekte beispielsweise in der Schweiz, die zeigen, dass die Akzeptanz von Pedelecs dramatisch steigt, wenn die Infrastruktur stimmt.

Neben E-Bikes gibt es auf der „outdoor & fahrrad.markt.zukunft.“ bei rund 150 Ausstellern viele weitere Informationen und Produkte rund ums Radfahren, Trekking, Trendsportarten, Klettern, Wasser- und Luftsport und Golf. Außerdem wird im Rahmen der Messe die Norddeutsche Trial-Meisterschaft ausgetragen. Die „Outdoor mit dem fahrrad.markt.zukunft.“ öffnet am 7. und 8. März 2008 jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro, Familienkarten gibt es für 18 Euro.

P2News

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