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E-Bike: Boomfahrzeug in Deutschlands Städten

Sie sind der Trend in Deutschlands Städten – die so genannten E-Bikes. Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung erleben einen Boom, gerade bei älteren Menschen oder dort, wo das Gelände hügelig und Radfahren deshalb anstrengend ist. Die Verkaufszahlen der E-Bikes verdoppeln sich praktisch jedes Jahr. Eine ganze Reihe von Städten hat schon Netze von Verleih- oder Ladestationen eingerichtet oder plant etwas Ähnliches. Für die Unfallforscher sind die E-Bikes ein spannendes Thema. Jörg Ahlgrimm, Leiter Unfallanalyse bei der Sachverständigenorganisation DEKRA.

Diese Fahrzeugarten bilden neue Risiken aus unserer Sicht, und zwar vor allem deshalb, weil die E-Bikes relativ schnell gefahren werden können. Es gibt die kleineren, die bis 25 Tretunterstützung haben, aber auch die schnelleren bis 45. Und wenn man dann gemächlich darauf radelt, dann kann man sich total in der Geschwindigkeit dieses Radfahrers mit Elektrounterstützung verschätzen.

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein normales Fahrrad, kann bis zu 45 Stundenkilometer schnell unterwegs sein – und das birgt enorme Risiken. Um die zu verdeutlichen, haben die DEKRA-Experten zusammen mit der AXA-winterthur-Versicherung jetzt in der Schweiz einen Crashversuch gestartet. Die Unfallsituation ist klassisch: Ein Autofahrer parkt neben dem Radweg und öffnet die Tür. Wäre der Radfahrer ohne Elektro-Unterstützung unterwegs, würde nichts passieren – der Autofahrer wäre längst ausgestiegen, bis der Radfahrer beim Auto ankommt. Der E-Bike-Fahrer mit Tempo 40 allerdings hat keine Chance mehr anzuhalten.

Der Unfall sieht nicht nur schlimm aus – er hat auch schlimme Folgen für den Fahrer des Elektro-Fahrrads.

Der E-Bike-Fahrer stürzt und fällt in der Regel mit dem Kopf entweder voraus oder aber auch abdrehend über den Rücken auf die Fahrbahn. Und diese Sturzbewegung ist besonders risikoreich, weil man sich dabei schwere Kopfverletzungen zuziehen kann.

Und natürlich ist das Risiko deutlich größer, wenn der Radfahrer dank Elektro-Unterstützung eben sehr viel schneller unterwegs ist als mit reiner Muskelkraft, sagt DEKRA-Experte Jörg Ahlgrimm.

15 bis 20 ist eine übliche Radfahrergeschwindigkeit. Sind wir mit 45 unterwegs, dann haben wir ein Tempo, wie es die Mopedfahrer auch drauf haben. Wir sind fast so schnell wie der Stadtverkehr. Und damit ist natürlich das Risiko aus der hohen Geschwindigkeit deutlich größer, sich auch selbst zu verletzen.

Umso mehr appelliert der Experte an die Radfahrer, ob mit oder ohne elektrische Hilfe, sich wirksam zu schützen.

Die Empfehlung, einen Helm zu tragen, gilt für alle Radfahrer. Glücklicherweise fahren schon sehr viele Kinder mit Helmen. Bei Erwachsenen ist das bei uns in Deutschland noch sehr, sehr schlecht verbreitet. Wir haben etwa nur eine Helmtragequote von 10 Prozent. Das ist unbedingt steigerungswürdig.

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