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Dumpinglöhne bei der Bahn

Peinlich, peinlich – die deutsche Bahn lässt kein Fettnäpfchen aus. Nach der Datenaffäre vor einem Jahr und dem Chaos um unzureichend gewartete Züge und Gleise in den vergangenen Monaten muss der staatseigene Konzern nun erklären, warum in seinem Auftrag Menschen zu Dumpinglöhnen Schienen und Bahnhöfe vom Schnee befreien mussten. Osteuropäische Arbeiter verdienten gerade einmal 1,50 Euro in der Stunde – das ist sittenwidrig. Die Bahn hat zwar gut daran getan, sich von dem Einsatz der Billiglohnkräfte durch ein Subunternehmen zu distanzieren und Strafanzeige zu stellen. Doch kann sie Wiederholungsfälle wirklich ausschließen? Hat die Bahn all die Probleme wirklich im Griff? Oder ist der Konzern mit seinen mehr als 240000 Beschäftigten und der komplexen Logistik gar nicht so zu führen, wie sich das Mitarbeiter und Kunden vorstellen? Konzernchef Rüdiger Grube ist vor neun Monaten als Nachfolger von Hartmut Mehdorn mit dem Versprechen angetreten, Service und Sicherheit zu verbessern. Bis jetzt muss er aber mehr Scherben kehren, als ihm lieb sein dürfte. Der erneute Gewinn der Bahn sollte Grube Ansporn sein, den Ankündigungen Taten folgen zu lassen.

P2News/Westfalen-Blatt

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2 comments

  1. Eine Frechheit Arbeit mit einem solchen Lohn abzufertigen und das Ganze noch vertuschen zu wollen, indem man ein Subunternehmen dafür einsetzt. Doch scheinbar ist es mit der Kritik nicht mehr so einfach, seitdem der Sündenbock Mehdorn nicht mehr da ist.

  1. Pingback: Tweets that mention Dumpinglöhne bei der Bahn | Wirtschaft | P2News.com | Wirtschaft & Finanzen -- Topsy.com

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