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Die Welt rückt zusammen

Die Weltgemeinschaft hat sich zu einer beispiellosen Aktion zusammengefunden. Die 185 Mitgliedsländer des Internationalen Währungsfonds, die sieben führenden Industrienationen und die Schwellenländer haben ein gemeinsames Rettungsprogramm für das Weltfinanzsystem unterschrieben. Ihr Handlungswille kommt spät, aber er ist beeindruckend. Nun dürfte auch der Letzte verstanden haben, dass die milliardenschweren Geldströme an die Banken der Welt eine notwendige Transfusion zum Überleben des Wohlstands sind. Das Vertrauen muss zurückkommen. Die Politik hat ihren Beitrag geleistet. Es wird Zeit, dass die Banken ihre bemitleidenswerte Selbstreflexion, ihre Angststarre aufgeben. Effiziente Finanzmärkte, in denen sich die Banker bisher im Überschwang austoben durften, erfüllen ihre Funktion nur, wenn sie liquide sind, wenn Kredite fließen. Nicht damit die Bankmanager mit Zinsgewinnen ihre Boni auffüllen können, sondern damit Handwerker, Mittelständler und Konsumenten an Geld kommen. Die Marktwirtschaft wird die Krise überleben. Sie bleibt das beste System, das Freiheit, Verantwortung und Haftung zu Wohlstand führt. Dass der Staat Fluchtpunkt für Vertrauen geworden ist, wird indes Folgen haben. Das Primat der Politik gilt wieder. Die Banker werden es noch spüren. Selbst schuld.

Rheinische Post

P2News

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