Werbeanzeige
Home / Wirtschaft und Finanzen / Die Tarifflucht der Autohäuser
Werbeanzeige

Die Tarifflucht der Autohäuser

Die Autohäuser in NRW haben ihrem Verband das Mandat für Tarifverhandlungen entzogen. Damit folgen sie dem schlechten Beispiel anderer Bundesländer und beenden eine jahrzehntelange Tarifpartnerschaft. Ein schwarzer Tag für die 85 000 Beschäftigten. Was das bedeutet, weiß man aus anderen Ländern. Viele Autohäuser werden sich aus dem Flächentarif verabschieden. Verhandeln wird künftig eine Tarifgemeinschaft. Die Unternehmen können ihr fernbleiben, ohne aus ihrem Verband zu fliegen. Das ist neu und nur deshalb wehren sich die Arbeitgeberverbände nicht stärker gegen ihre Entmachtung. Bezahlen müssen diese Strategie die Beschäftigten vor allem in kleinen und schwach organisierten Belegschaften. Zur Wahrheit gehört auch, dass es den Autohäusern in NRW nicht gut geht. Zwei von drei schreiben nach eigenen Angaben rote Zahlen. Doch die Tarifabschlüsse waren zuletzt entsprechend bescheiden. Eine Branche, die wie wenige auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen ist, sollte zuletzt an der Qualität ihrer Mitarbeiter sparen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Werbeanzeige

Check Also

Zocker an die Leine

Es gibt zwei verbreitete Missverständnisse über Finanzmärkte. Erstens ist es irreführend, darin bloß ein großes …